Hamminkeln: Brüner Landjugend wird aktiv
VON THOMAS PETRIKOWSKI - zuletzt aktualisiert: 20.04.2009Hamminkeln (RPO). Elf Jahre nach dem Bau der Grillhütte in Brünen nimmt die Landjugend erneut an einer 72-Stunden-Aktion teil. Das Motto: "Wir fürs Land". Allerdings fehlt zum ersten Spatenstich noch jede Menge Geld und ein passendes Objekt.
Elf Jahre ist es her, da entstand in Brünen am Sportplatz eine Grillhütte. Gebaut wurde das Prachtstück von der Rheinischen Landjugend Brünen in nur drei Tagen. Nun wird nach der langen Auftragsflaute unter dem Motto "Wir fürs Land" bald das nächste Projekt ins Haus flattern. Doch die Rheinische Landjugend aus NRW, Dachorganisation und Auftraggeber, hüllt sich bezüglich des Projektes noch in Schweigen und lässt erst am 15. Mai die Katze aus dem Sack. Fest steht allerdings, dass die neue Arbeit wieder der Gemeinde nutzen soll. "Wir haben wirklich überhaupt keine Ahnung, was auf uns zukommt", sagt Delia Kerkenpaß.
Werbetrommel rühren
Um ihr großes Ziel zu erreichen hat die Brüner Landjugend am Freitag und Samstag 5000 Flyer in Brünen verteilt. Das anstehende Projekt ist bereits der zweite von der Rheinischen Landjugend NRW initiierte Auftrag.
Am 15. Mai wird das "Überraschungsei" ausgepackt. Dann bleiben den jungen Leuten 72 Stunden für den Bau.
Sponsorengelder müssen fließen
Zusammen mit 13 weiteren Aktiven der Brüner Landjugend traf sich die 23-Jährige am Samstag an der Grillhütte, um in Brünen Flyer zu verteilen, die für die neue 72-Stunden-Aktion werben. Denn es gibt noch einige Hürden zu überwinden. "Wir sind auf Sach- und Geldspenden angewiesen, sonst können wir das Vorhaben vergessen", sagt Matthias Kremer (22), Vorsitzender des Brüner Vereins. Schirmherr der Aktion ist niemand geringerer als Bundespräsident Horst Köhler. Die jungen Leute stecken voller Tatendrang und können die große Überraschung kaum erwarten.
Bereits am Freitag wurden viele Flyer im Dorf verteilt. Die Landjugend hofft auf einen regen Zuspruch und auf liquide Sponsoren. "Die Resonanz der Leute ist positiv und viele erinnern sich noch gerne an die Aktion von damals", sagt Delia Kerkenpass. Einige der Mitglieder waren auch schon vor elf Jahren dabei. Über eigene Wünsche haben sich die rund 25 aktiven Mitglieder der Brüner Landjugend keine Gedanken gemacht. "Ein Spielplatz oder Ähnliches wäre schön, aber wir wissen es halt noch nicht", so die 23-jährige Brünerin.
Auch auf die Unterstützung der Brüner Gemeinde zählen die jungen Leute, die die beispielhafte Aktion vorantreiben wollen. "Je nachdem was wir machen, brauchen wir jede Menge Helfer wie Elektriker oder Maurer", erklärt der 22 Jahre alte Torsten Tegründe. In den Brüner Geschäften stehen bereits zahlreiche Spardosen für Geldspenden bereit. Mit dem Verteilen der Flyer und Plakaten soll jeder Bürger auf die Aktion aufmerksam gemacht werden.
"Spitzel" überreicht Auftrag
Am 15. Mai überreicht ein "Spitzel" der Rheinischen Landjugend, der in Brünen ansässig ist, dem Brüner Verein einen Umschlag mit dem Auftrag. Dann wird das große Geheimnis endlich gelüftet. Danach heißt es kräftig in die Hände spucken und mit vollem Tatendrang eine beispielhafte Aktion für die Gemeinde Brünen vollenden.
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