Wesel: Büderich krempelt Ärmel auf
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 28.01.2010Wesel (RPO). Bürgerforum gibt erste Ideen zur Dorfentwicklung in die Arbeitskreise: Gründung einer Werbegemeinschaft, Internet-Auftritt, Info-Monitore und Anbindung der Alten Ziegelei stehen zum Start ganz oben auf der Liste.
Als das Bürgerforum Büderich unter dem Dach des Koordinationsausschusses der Vereine an den Start ging, die Entwicklung des Ortes systematisch anzupacken, da kamen bei der ersten Ideensammlung rund 100 Themen zusammen. Inzwischen hat sich ein Arbeitskreis (Verkehr und Gestaltung) getroffen. Wichtiger noch war die Teilnahme von sechs Büderichern an einem Workshop aus dem Landesprogramm Dorfwerkstatt in Bergisch-Gladbach. Über die dort gelernten Methoden, einen Diskussionsprozess zielgerichtet auf eine breite Basis zu stellen, berichtete das Sextett am Dienstagabend im Lokal van Gelder. Herausgeschält haben sich bereits einige Ideen, die nun den einzelnen Arbeitskreisen zur Beratung und möglichst schnellen Umsetzung empfohlen werden.
Die Jubilare
Neben Gründungsmitglied Günter Auger sind viele Mitglieder seit Jahrzehnten im Elferrat dabei. Die Jubilare: 60-jährige Mitgliedschaft: Irmgard Remfort, Heinrich Brincks, Helmut Coenen und Karl Greil. Karl Letzner ist seit 40 Jahre dabei, Fita Moshövel seit 35 Jahren. Zudem besteht die Tanzgarde des Elferrats nun seit 40 Jahren.
buederich.com ist lange reserviert
"Es ist an der Zeit, eine Werbegemeinschaft zu gründen", sagte Andrea Hetjens vor dem Hintergrund, dass im Zuge der B 58-Umgehung ein neues Gewerbegebiet entsteht. Andreas Gardemann ergänzte, dass es aus der Gindericher Dorfschmiede das Angebot gebe, in dieser Richtung zusammenzuarbeiten, um sich "mit einer Stimme in Wesel schwerer zu machen". Wenzel Brentjes stellte Pläne vor, Informationen aus dem Dorfentwicklungsprozess, etwa Protokolle und Termine, auf eine Internetseite zu bringen.
Rainer Gellings hat die Adresse buederich.com übrigens schon lange reserviert. Im Netz soll es dann auch einen Briefkasten und ein Forum geben. Brentjes sagte, dass auch diejenigen, die nicht über einen Internet-Anschluss verfügen, doch über Verwandte oder Nachbarn so am umfassendsten über alle Vorhaben auf dem Laufenden blieben.
Simon Schwirtz macht sich für einen Schaukasten elektronischer Art stark. Auf Monitoren in Fenstern der Banken sollen alle Büdericher die Möglichkeit haben, sich über Bürgerforum und Arbeitskreise zu informieren. Auch dafür gab es viel anerkennenden Applaus.
Heinz Rennings stellte vor, wie doch noch eine unmittelbarere Anbindung des Dorfes an die Alte Ziegelei erzielt werden könnte. Gespräche mit Politik und Verwaltungen sowie dem Altlastenverband sollen helfen. Das Gelände der ehemaligen Ziegelei ist bekanntlich für gut zwei Millionen Euro saniert und der Natur zurückgegeben worden. Diese sei laut Rennings aber nicht gut erlebbar. Ein Schotterweg oder ein Naturlehrpfad wären schön, so hieß es. Und direkter Zugang ohne weite Umwege wegen der neuen Umgehungsstraße.
Josef Braem berichtete, wie mit einfachen Schritten (Grünschnitt, Baumscheibenpflege) das Dorfbild positiver gestaltet werden könnte, regte außerdem an, die Historie des Polderdorfs ab 1813 (Zerstörung von Alt-Büderich) auf dem Marktplatz mit einer Infotafel zu verdeutlichen.
Dies alles und mehr wird in Kürze die Arbeitskreise beschäftigen. Termine werden noch abgestimmt.
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