Wesel: Chance für Umzug der Kunst
zuletzt aktualisiert: 08.09.2010Wesel (RPO). Sauber umkurven Baumaschinen jenen Blechkasten auf dem Bahnhofsvorplatz, der seit gut zwei Jahrzehnten in der Diskussion ist. Manche halten ihn für die Lufthutze eines riesigen Motors, die Abzugshaube einer nicht vorhandenen Tiefgarage oder für eine Niederschlagsmessstation. Tatsächlich handelt es sich um teure Kunst.
Im Vorfeld der Weseler 750-Jahr-Feier 1991 hatte der Niederrheinische Kunstverein acht Künstler inspiriert, sich zu Wesel "unter der erde" Gedanken zu machen. Am Ende wurden zwei bis heute umstrittene Skulpturen angeschafft: die Holzkirche "Vesalia hospitalis" von Viktoria Bell und besagtes Edelstahlwerk von Edgar Gutbub.
Bei den aktuellen Bauarbeiten setzen Kritiker darauf, dass ein Bagger zufällig unaufmerksam zurückgesetzt wird. Dabei gäbe es sicher auch andere, verträglichere Möglichkeiten. Das titellose Kunstwerk, das eine Restaurierung nötig hat, könnte auch dahin umziehen, wo es damals schon aufgestellt werden sollte: auf den Platz vor der Zitadelle. Was fehlt, ist ein Konzept für den dort schon mal geplanten Skulpturenpark, der auch das Gutbub-Werk besser zur Geltung brächte. Doch für all das braucht man Geld, was die Stadt nicht hat.
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