Wesel: Chemie stimmt: Weseler gewinnen die Stadtwette
zuletzt aktualisiert: 26.07.2010Wesel (RPO). "In Wesel stimmt die Chemie", freute sich Alexander Jordan von der Stadt am Samstag über große Resonanz bei der Stadtwette im Rahmen der "Ab in die Mitte"-Aktion "Wesel vorbild(lich) – Umbau mit Köpfen". Den Vorwurf wettmüde zu sein, wollten die Weseler offenbar nicht auf sich sitzenlassen.
Nachdem bei der Blankenburg-Wette niemand gegen Schützenpräsident Hans-Günther Egerlandt antreten wollte, zog es nun zahlreiche Kandidaten in die Fußgängerzone zum Bauwagen von Ida Noddack-Tacke. Die berühmte Chemikerin aus Wesel stand diesmal Pate fürs Aktionsprogramm.
Die Stadtwette kam vom Geschäftsführer der Byk-Chemie Dr. Uwe Zakrzewski, der selbst verhindert war und sich von Monika Peters und Bärbel Gertzen vertreten ließ. Die Aufgabe für die Weseler bestand darin, 30 Gegenstände in die Fußgängerzone zu bringen, die im Labor oder Chemieunterricht gebraucht werden. Der Tisch am Bauwagen füllte sich schnell mit mehr als 65 Sachen, darunter Mikroskope, Reagenzgläser, Messbecher, Lehrbücher, Bunsenbrenner, Gummihandschuhe und sogar ein weißer Kittel. Auffälligstes Exponat war ein altes hölzernes Straßenschild mit dem Namen der Chemikerin, die 1896 in Wesel geboren und nach der Entdeckung der Elemente Rhenium und Masurium mehrfach für den Nobelpreis vorgeschlagen wurde. "Wir wohnen auf der Ida-Noddack-Straße in Lackhausen. Das Schild hatten wir lange im Garten", erzählte Freya Knüfer. Es sei vor Jahren bei der Erneuerung der Straßenschilder in ihren Besitz übergegangen. Jetzt machte sie das handgeschnitzte Exemplar der Stadt und Byk-Chemie zum Geschenk.
Ehrenplatz im Nostalgiebus
Über die Weiterverwendung wurden sich die überraschten Empfänger schnell einig: Das Schild soll einen Ehrenplatz im Nostalgiebus bekommen, der sich in der "Local Heroes"-Woche im September auf die Spur berühmter Weselerinnen macht. Die Fragestunde mit Bärbel Gertzen rund ums Thema Chemie fiel mangels Resonanz leider aus. Nachdem die Sieger der Stadtwette ausgelost waren – zehn dürfen sich auf eine exklusive Führung durchs Byk-Werk freuen – zerstreute sich die Menge. Am Bauwagen von Hans Lipperhey erkundete Dr. Caroline Breidenbach den "Kohlenstoffkreislauf" in kindgerechten Experimenten.
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