Wesel: Diersfordter Waldsee: Wanderweg eröffnet
VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 30.09.2006Wesel (RPO). Was gestern noch der ersten Bürgerin der Stadt vorbehalten war, kann heute schon von der breiten Öffentlichkeit genutzt werden. Feierlich durchschnitt Ulrike Westkamp das Band und eröffnete damit den neuen Rad- und Wanderweg am Diersfordter Waldsee. Der Natur- und Freizeitverbund Niederrhein (NFN) und das Kiesabgrabungsunternehmen Suhrborg haben den Weg gemeinsam aus der Taufe gehoben.
Er führt über drei Kilometer entlang des 165 Hektar großen Gewässers. An vier Aussichtspunkten hat man einen herrlichen Blick auf den See und auf die drei Biotopschutzbereiche, die mit Hilfe der Biologischen Station Wesel angelegt wurden. Zahlreiche Vogelarten nutzen diese Inseln, auf denen zur Sommerzeit Schafe grasen, als Brutstätte. Insgesamt sind am Diersfordter Waldsee mehr als 250 Pflanzen- und über 300 Tierarten zu Hause.
Die Planungen, den Weg zu einer echten Attraktion zu machen, gehen aber noch weiter. Etwa 100 Meter nach dem Einstieg am Herrschaftlichen Feld soll ein Jollensteg errichtet werden, um den Seglern die Möglichkeit zu geben, dort an Land zu gehen, um dann in der nahe gelegenen Gaststätte „Constanze“ eine Rast zu machen. Knapp 500 Meter weiter soll ein geologischer Garten entstehen. Dort sollen Schautafeln und Ausstellungsobjekte zur Erdgeschichte die Entstehung von Kies- und Sandvorkommen dokumentieren.
Tiefengreifer als Denkmal
Ganz in der Nähe des Gartens wird ein alter Tiefengreifer als Industriedenkmal in Ufernähe im See verankert. Und eine 2000 Quadratmeter große Fläche könnte in Zukunft als Veranstaltungsplatz dienen. Bürgermeisterin Westkamp nannte den Weg als eine „weitere Maßnahme des regionalen Strukturwandels und als ideale Nachfolgenutzung von Auskiesungsgewässern“ und lobte zudem die Offenheit der Firma Suhrborg. Deren Geschäftsführer Michael Hüging-Holemans sprach von einem „Versuchsballon“, mit dem man einen Schritt weiter gehe und auch Einblicke in einen Abgrabungsbetrieb gewähre.
Allerdings: Für Radfahrer ist der Weg nur bedingt geeignet. Ohne ein geländetaugliches Rad ist die naturbelassene Strecke kaum zu passieren.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




