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Hamminkeln: Dingden ebnet Sportgelände

VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 30.07.2010

Hamminkeln (RPO). BW Dingden hat mit dem Bau von zwei Fußballfeldern begonnen. Dafür müssen zunächst die erheblichen Höhenunterschiede auf dem ehemaligen Acker beseitigt werden. Im September soll das Gras eingesät werden.

Gegenüber dem Klubheim, das BW Dingden auch schon in Eigenleistung errichtet hat, baut der Verein nun zwei Fußballplätze. Auch wenn der Standard gesenkt wurde, freut man sich über gute neue Trainingsmöglichkeiten.  Foto: RPO
Gegenüber dem Klubheim, das BW Dingden auch schon in Eigenleistung errichtet hat, baut der Verein nun zwei Fußballplätze. Auch wenn der Standard gesenkt wurde, freut man sich über gute neue Trainingsmöglichkeiten. Foto: RPO

Erst hatte es mächtig gehakt zwischen dem aufs Tempo drückenden BW Dingden und den Finanzexperten im Rathaus. Doch unmittelbar vor der Sommerpause machten Rat und Verwaltung den Weg dann doch frei für zwei neue Sportplätze am Stadion Mumbecker Bach. Anfang der Woche ist schweres Gerät angerückt, um Erdmassen zu bewegen. Das Gelände gegenüber dem Klubhaus ist abschüssig und muss geebnet werden. Der Höhenunterschied beträgt bis zu 1,40 Meter. Peter Bruné, Vorsitzender von BW Dingden, ist froh, dass die Bagger endlich rollen.

Der Verein, der aufgrund des altersschwachen Aschefeldes unter Platznöten leidet, musste einige Enttäuschungen verpacken, bis es so weit war. Zunächst musste er seine Träume vom Kunstrasen begraben, weil Ebbe herrscht in der Stadtkasse. Dann besannen sich die Blau-Weißen auf ihre eigenen Kräfte und entschlossen sich, zwei Naturrasenplätze der Kategorie Spielwiese in Eigenleistung anzulegen. Dabei wurden die engagierten Selbsthelfer vom argen Gefälle auf dem ehemaligen Acker böse überrascht. "Der Ball würde rollen, ohne dass ihn einer berührt", so Bruné.

Info

Plan geändert

2007 hat die Stadt das Grundstück gekauft. Bis dahin befand es sich in Privatbesitz.

Ende 2009 hieß es dann aus dem Rathaus: Für Kunstrasen sei kein Geld da.

Logik der Bilanz blieb folgenlos

Seine Mitstreiter und er fanden jemanden, der bereit war, die Fläche für die beiden Plätze plan zu machen. Der Klub bat die Stadtväter, die unerwarteten Kosten von 35 000 Euro zu übernehmen. Doch so einfach war das nicht. Die kaufmännisch aufgestellte Kämmerei wies darauf hin, dass die Stadt den Auftrag ausschreiben müsse, damit die Investition auch aufs eigene Bilanzvermögen angerechnet werden könne. Die Befürchtungen, dass diese für den Laien schwer nachvollziehbare Denke den Preis in die Höhe treiben würde, erfüllte sich am Ende offenbar nicht.

Somit war der Weg frei, das weite, so dringend benötigte Sportfeld zu ebnen. Dass der aktive Verein aus Kostengründen den Standard niedrig halten und insbesondere auf eine übliche Drainage verzichten muss, betrübt Bruné kaum: "Der Untergrund ist hervorragend. Das Wasser fließt gut ab, wie wir in den letzten Tagen gesehen haben."

So sind die Rasenplatzbauer zuversichtlich, das Grün im September einsähen und dann, wenn's wieder feuchter wird, das Gras wachsen sehen zu können. "Wir sind nicht böse, dass wir nicht schon eingesät haben, als es noch so heiß war", so Bruné. Einsaat und Pflege nimmt der Klub in die eigene Hand. "Bei richtiger Pflege gehen wir davon aus, dass wir gute Plätze bekommen", so der Klub-Chef.

Auch die Einzäunung und die Bewässerungsanlage hat sich der Verein, der sich auf Sponsoren aus dem Dorf stützen kann, ans Bein gebunden. Schon reifen Gedanken, auch für Licht zu sorgen, damit in der dunklen Jahreszeit trainiert werden kann. BW Dingden plant, dass der Ball Ende der jetzt beginnenden Saison auf dem neuen Gelände eben rollen kann, spätestens bei der Stadtmeisterschaft, die der Klub im nächsten Jahr austrägt. Damit wären aber noch nicht alle Träume erfüllt. "Ich habe die Hoffnung auf den Kunstrasen noch immer nicht ganz abgeschrieben", sagt der Vorsitzende Peter Bruné. Die stirbt bei Fußballern bekanntlich zuletzt.

Quelle: RP

 
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