Wesel: Eine Stadt zum Anbeißen
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 13.11.2009Wesel (RPO). "Weseler Winter" startet am 27. November mit neuem Projekt: Konditoren bauen lokale Sehenswürdigkeiten aus Lebkuchen, die in der Dudelpassage ausgestellt werden. Auch Bürger sollen Lebkuchen-Häuser gestalten.
An den vier Wochenenden vor Weihnachten dürfte die Dudelpassage Besucher locken, wie schon seit Jahren nicht mehr. Denn in einem gut 200 Quadratmeter großen, kostenlos von der Passagen-Verwaltung zur Verfügung gestellten Ladenlokal, wird in den nächsten Tagen eine vorweihnachtliche Traumwelt ganz aus Lebkuchen, Zuckerguss und Marzipan entstehen. Auf Anregung von Sabine Ostrop, der Vorsitzenden der Werbegemeinschaft, und in Zusammenarbeit mit Weseler Bäckereien und Cafés (Münster, Fehr, Büscher, Dams, Schorsch, Siebrecht), der Schülerfirma der Lauerhaas-Gesamtschule, mehrerer Schreinereien und den Miniköchen, werden dort zahlreiche Sehenwürdigkeiten ausgestellt – zum Anbeißen schön. Zu Bewundern gibt's unter anderem den Dom, das historische Rathaus, das Berliner Tor, den Funkturm, Kaufhof, Mensing, das Tannenhäuschen und viele andere markante Bauwerke Wesels im Maßstab 1:50. Die Organisation des bundesweit einmaligen Projektes im Rahmen des "Weseler Winters" liegt in der Hand von Citymanager Thomas Brocker.
Adventsmarkt
Zu den Highlights des "Weseler Winters" gehört der Adventsmarkt auf dem Großen Markt am Wochenende 28. und 29. November. Ebenfalls am 28. November startet das weihnachtliche Angebot am Berliner Tor mit Eisbahn.
Am 6. Dezember findet der verkaufsoffene Sonntag statt.
Brücken-Modell sieben Meter lang
"Wir haben uns sehr gefreut, dass unsere Idee bei den Weseler Bäckern und anderen Profis, die für die Unterkonstruktionen der Themeninseln und die Dekoration zuständig sind, auf so viel Resonanz gestoßen ist", freute sich Sabine Ostrop gestern bei der offiziellen Vorstellung der Aktion.
Das imposanteste Bauwerk der Ausstellung, die vom 27. November, 11 Uhr, bis 26. Dezember immer freitags, samstags und sonntags zu sehen sein wird (Öffnungszeiten stehen noch nicht fest), dürfte die neue Rheinbrücke sein. Für das Naschwerk (sieben Meter lang, 2,40 hoch) ist Bäckermeister Detlev Büscher (Obrighoven) zuständig. "Auf die Holzkonstruktion werden wir die Lebkuchenplatten aufkleben, den Straßenbelag aus Marzipan fertigen. Aus welchem Material wir die Spanndrähte fertigen, wissen wir auch noch nicht", sagt Büscher.
Kuchenhäuser werden versteigert
Übrigens sind auch alle Bürger eingeladen, sich am Bau der Lebkuchenstadt zu beteiligen. Vorgaben oder gar eine Gestaltungssatzung gibt es dabei nicht. Ob Bürger- oder Hexenhaus – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Ab dem 23. November können die Häuser, die ebenfalls in der Dudelpassage ausgestellt werden, an der Zentralkasse im Kaufhof abgegeben werden. Die schönsten Lebkuchenbauten werden von einer Jury aus Bäckern und Konditoren prämiert.
Am Ende der Aktion sollen alle Deko-Bauwerke für einen oder mehrere gute Zwecke versteigert werden. Verbindliche Gebote können bereits vom 27. November bis 19. Dezember per mail an info@weselmarketing.de unter Angabe der Kontaktdaten gemacht werden.
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