Wesel: Einsatz der Wehr im Kindergarten
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 09.05.2009Wesel (RPO). Fleißige Messdiener und der Nachwuchs der Feuerwehr engagieren sich im Rahmen der 72-Stunden-Aktion des BDKJ für die gute Sache: Kita Abenteuerland freut sich über neue Blockhütte. Und am Schwarzen Wasser tauschen Jugendliche marode Holzstufen aus.
Wo sonst die Kinder der Lackhausener DRK-Tagesstätte Abenteuerland rutschen, buddeln und spielen, ist seit gestern die Feuerwehr im Dauereinsatz. Nur keine Angst, in der Kita hat's nicht gebrannt. Es ist vielmehr so, dass 20 hochmotivierte Kräfte der Weseler Jugendfeuerwehr-Stadtmitte im Rahmen der bundesweiten 72- Stunden-Aktion des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) mit der Verschönerung des Außengeländes beschäftigt sind. Da werden Holzbretter mit Schutzlasur bestrichen und geschickt zu einer Hütte zusammengebaut. Die Rutsche bekommte eine Pergola, damit die Kleinen im Sommer nicht der prallen Sonne ausgesetzt sind. "Toll, was die Jugendfeuerwehr hier leistet", sagt Kita-Leiterin Claudia Flockenberg.
100 000 sind dabei
Seit Donnerstagabend engagieren sich bundesweit 100 000 junge Leute bei der 72-Stunden-Aktion für die gute Sache
Morsche Geländer erneuern
Lob, über das sich Jugendwartin Annerose Nunnendorf freut. "Als wir von der 72-Stunden-Aktion gehört haben, haben wir uns direkt beim BDKJ angemeldet", erzählt sie. Der Verband hat dann beim Weseler Jugendamt nachgefragt, welche Organisation Hilfe benötigt. Die Behörde fungierte dann als Mittler zwischen Wehr und Kita. "Wir fanden die Idee mit der Blockhütte super und haben direkt zugesagt. Zumal wir schon einmal im Rahmen eines anderen Projekte einem Kindergarten geholfen haben", sagt Nunnendorf.
Auch im Naturschutzgebiet Schwarzes Wasser tummelten sich Aktive der Jugendfeuerwehr. Innerhalb der vorgegebenen 72 Stunden, so ihr Plan, wollen sie nicht nur die 25 Stufen hoch zur bekannten Aussichtsplattform erneuern. Auch morsche Geländer des idyllischen Rundweges wollen 15 Nachwuchskräfte im Alter von 13 bis 18 bis morgen Abend auswechseln. Bei der Großtat behilflich sind ihnen 15 Jugendliche der katholischen Großgemeinde St. Johannes aus Bislich und der Feldmark. "Jeder sollte etwas Gemeinnütziges tun. Und deshalb sind wir hier dabei", sagt Sebastian Hartmann (19), Messdiener und Mitglied der KJG Herz-Jesu Feldmark. Wie er, so trägt auch Lea Ruprecht das blaue 72-Stunden-Shirt mit der Aufschrift: "Uns schickt der Himmel." Es sei toll, sagt die 15-Jährige, "etwas zu erleben und dabei Gutes zu tun. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, wenn sie später mal hier am Schwarzen Wasser vorbeigeht und sagen kann: An den Stufen habe ich mitgearbeitet". Und Saskia Lerf (13) von der Jugendfeuerwehr Bislich meint: "In der Natur zu sein und etwas für die Natur zu tun, ist einfach schön."
An der Aktion in Wesel sind außerdem die Messdiener von St. Antonius und St. Franziskus beteiligt, die am Mehrgenerationenhaus in Schepersfeld eine Sitzecke und eine Grillecke bauen. Und Schüler aus der Pfarre St. Martini/St. Mariä Himmelfahrt entwickeln einen Jugendstadtplan.
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