Wesel: Equus asinus in der Kulturmetropole
zuletzt aktualisiert: 23.02.2009Wesel (RPO). 70 Jahre habe er für diese Ehre geschuftet, sagte der frisch gebackene Ordensträger Fritz Pleitgen und konterte Ulrikes Laudatio: "Für meine Missetaten hätte ich wenigstens zehn Eselorden verdient gehabt. Ihr Schlafmützen habt das verpasst!"
Aber dann gab's ganz viel Lob vom alten Fritz: "Sie haben hier kein Studio, sondern einen ganzen Sender verdient. Wesel ist mehr als Kulturhauptstadt, es ist die Weltmetropole des fröhlichen Unsinns!" Am Eselmorgen hatte er daheim aus dem Fenster geschaut: "Trotz Karnevalstag keine Narren in Sicht. Dafür steht da ein Tier im Morgenlicht! Auf dem Hals keine Mähne, der Stirnschopf geschoren, am hinteren Ende kein Schweif, sondern Schwanz. Kein Pferd, aber ein "Equus asinus" ganz!". Sprach's und überreichte mit Dank Dr. Jupp Stratmann das Mikro, der ihm in dieser schweren Stunde beistehen sollte.
Jupp lästerte aber lieber nach seinem Zufallsprinzip von Genitiv und Dativ. "Mit dem "Eselohrträger" habt ihr euch keinen Gefallen getan! Der will lieber Tokio-Gefühl in der Essener Innenstadt!", ging alsdann "flüssig!" zu Tante Lenis liebevollen Küssen in Kindheitstagen über: "Seitdem kann ich keine Kussmaulfische und Breitmaulnashörner mehr sehen!", bis er schließlich taktvoll frohlockend bei Angelerlebnissen in der Kulturhauptstadt ankam, morgens um vier in Kupferdreh: "Da siehs'te ja kaum die Fische! Manche kommen gar nicht, die schicken Dosen vorbei!"
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