Wesel: Erdwärme für das neue Baugebiet
VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 24.10.2008
Das künftige Baugebiet auf dem alten Sportplatz an der Brüner Straße könnte ein Modell werden für umweltbewusstes Bauen, das auch noch wegen der geringen Kosten für Energie das Etikett „familienfreundlich“ verdienen würde. Das war Fazit des Vortrages von Jürgen Müller von der Firma Daldrup aus dem sauerländischen Ascheberg , Spezialist für Erdbohrungen zur Energiegewinnung, bei der Seniorenunion. Erdwärme heißt die Quelle, aus der CO2-arm Energie gewonnen werden kann. Mit 35 Häusern, so der Referent, lohne sich eine Tiefenbohrung nicht, die aus bis zu 4000 Metern Tiefe heißes Wasser fördern würde. So wäre sogar eine elektrisch betriebene Wärmepumpe überflüssig. Die bessere Alternative hier aber, so Müller, sei eine so genannte Oberflächenbohrung bis in eine Tiefe von 100 Meter, wo das Wasser eine Temperatur zwischen 35 und 40 Grad habe. Die geologischen Verhältnisse seien günstig, so dass sich eine Bohrung auf jedem Grundstück anbiete. Die Kosten für eine Bohrung bezifferte der Gast mit rund 5000 Euro. Er stellte Häuslebauern mit einer Wohnfläche um 120 Quadratmetern monatliche Energiekosten für Heizung und warmes Wasser von 18 bis 22 Euro in Aussicht. „Das wäre doch sicher lukrativ für junge Familien“, meinte Peter Mellin, Vorsitzender der Seniorenunion, die aufmerksam zugehört hat.
Quelle: RP
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