Wesel: Erster Schritt zur Umgehung
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Wesel (RPO). Neue Rheinbrücke: Linksrheinisch wurde jetzt mit dem Bau der etwa einen Kilometer langen Brückenrampe der B 58 n begonnen, dem ersten sichtbaren Zeichen der Ortsumgehung Büderich. RP stellt Zeitplan im Detail vor.
Autofahrern, die von Wesel kommend auf der Xantener Straße Richtung Ginderich unterwegs sind, dürfte der mächtige Bagger aufgefallen sein, der unweit des Perricher Wegs eine gut 20 Meter breite Schneise gegraben hat. Hier werden in den nächsten drei bis vier Monaten täglich zahlreiche Lkw unterwegs sein, die Erdaushub vom Weseler Kieswerk Lipperandsee (Neue Hünxer Straße) in Richtung neue Rheinbrücke transportieren, um den über die Anbindung nötigen Damm aufzubauen.
8000 Lkw-Ladungen
„Wir brauchen für das Vorhaben rund 100 000 Kubikmeter Erde. Das sind rund 8000 Lkw-Ladungen“, weiß Diplom-Ingenieur Franz-Josef Scheurer von Landesbetrieb Straßenbau NRW, Mitarbeiter der Projektgruppe Rheinbrücke. Er und Bautechniker Frank Meier erklären im RP-Gespräch, wie der Zeitplan für Brückenwerk und Umgehung aussieht, welche Probleme es aktuell gibt und wann die ersten Autos über das Jahrhundertbauwerk rollen werden.
Zur Führung anmelden
12 400 Teilnehmer haben seit April 2006 an den Führungen über die Rheinbrücken-Baustelle teilgenommen.
Wer an einem Termin im Jahr 2009 interessiert ist, kann sich bei Straßen NRW melden unter Telefon 02803 8046712
Rampen Für den Bau der Brückenrampen links- und rechtsrheinisch sind sechs Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung der Anschlussstellen läuft parallel zu den Bauarbeiten an der Rheinbrücke.
Neue brücke Die Lücke in der Brücke beträgt derzeit 80 Meter. Das nächste, gut 20 Meter lange Bauteil, wird Ende November/Anfang Dezember mit einem Schwertransporter angeliefert und per Mobilkran an die richtige Stelle gehoben. Ein Termin, den sich die vielen am Baufortschritt interessierten Weseler nicht entgehen lassen sollten. Spielt das Wetter mit, dürfte um Ostern 2009 der Lückenschluss vollendet sein. Und Ende Dezember 2009 könnten dann die ersten Fahrzeuge über die Brücke rollen. „Allerdings noch nicht zweispurig, sondern im Begegnungsverkehr“, erklärt Scheurer. Bevor alle vier Fahrbahnen freigegeben werden, muss zu nächst ein etwa 55 Meter langer Abschnitt der alten Rheinbrücke abgerissen werden, um Platz zu schaffen für die Anschlussstelle rechtsrheinisch.
Alte Rheinbrücke Auch wenn es Stimmen gab und gibt, die gut 55 Jahre alte Rheinbrücke zu erhalten, steht deren Abriss definitiv fest. Kostenpunkt: vier Millionen Euro.
Umgehung Büderich Von Alpen aus gesehen soll in Höhe der Abzweigung Richtung Wallach die B 58n durchs Meerfeld um Büderich herumgeführt werden. Doch liegt Straßen NRW eine Beschwerde vor, die das Vorhaben verzögert. Scheurer betont, dass man sich außergerichtlich mit dem unzufriedenen Bürger einigen wolle.
Südumgehung Bei Straßen NRW hofft man, die Südumgehung bereits im Jahr 2015 ihrer Bestimmung übergeben zu können.
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