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Hamminkeln: Es geht auch anders: Rees will Alternative prüfen

VON SEBASTIAN LATZEL - zuletzt aktualisiert: 19.10.2011

Hamminkeln (RP). In vielen Städten heißt es, dass sie das neue Bus-Ticket nehmen müssten und keine andere Wahl hätten. Doch das stimmt nicht. Es wären andere Varianten möglich. Die Stadt Rees beispielsweise, die dem Schoko-Ticket äußerst skeptisch gegenübersteht, will die ganz genau prüfen. Wie in Wesel, will auch der Reeser Schulausschuss im November in die Beratung über das weitere Verfahren einsteigen.

Drei Euro pro Kind im Monat

Vor allem wird es dabei um die Frage gehen, welche Alternativen es zum Schoko-Ticket gibt. Eine wäre das sogenannte Azubi-Abo, das die Kommune buchen könnte. Die Fahrkarte bietet einmal die normalen Fahrten zur Schule an, zudem können die Kinder und Jugendlichen damit ab 19 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen im kompletten VGN-Gebiet kostenlos fahren. Schluss wäre am Ende der Kreise Wesel und Kleve.

Konkret bedeutet das, dass sie damit auch nach Bocholt oder Kleve fahren könnten. Vorteil ist sogar, dass die Kinder mit dem Bocholter Stadtbus fahren dürften. Mit dem Schoko-Ticket geht das nicht.

Dieses Azubi-Abo kostet derzeit in Rees 47 Euro im Monat. Das wären jährliche Kosten in Höhe von 564 Euro pro Kind. Momentan zahlt die Stadt für das Busticket 526 Euro. Das wären Mehrkosten von 38 Euro pro Kind im Jahr oder rund drei Euro im Monat. Damit hätte die Kommune also die Möglichkeit, dieses Ticket einzuführen und die Zusatzkosten selbst zu tragen oder als Elternanteil weiterzugeben. Der wäre immer noch weitaus geringer als beim Schoko-Ticket, für das 11,60 Euro im Monat bezahlt werden müssten.

In Oberhausen ist Schluss

So ganz viel mehr Leistung würden Eltern und Schüler auch mit dem Schoko-Ticket nicht bekommen. Denn es gilt nicht im gesamten VRR-Bereich, sondern nur im sogenannten VRR-Alt-Bezirk. In Duisburg, Oberhausen und Krefeld wäre Schluss (siehe Grafik oben).

Quelle: RP


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