Kreis Wesel: Euregio fördert den Mittelstand mit Millionen
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 15.04.2010Kreis Wesel (RPO). Kfz-Werkstätten, Heizungs- und Klimafachbetriebe, Maschinen- und Fahrzeugbauunternehmen und alle kleinen und mittelständischen Unternehmen im Kreis, die mit Mechanik, Elektronik und Informatik zu tun haben beziehungsweise auf der Suche nach mechatronischen Innovationschancen sind, können nun auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Denn seit 2009 gibt es in der Euregio Rhein-Waal und der Euregio Gronau das Förderprojekt "Mechatronik für KMU", wobei KMU für kleine und mittelständische Unternehmen steht.
EAW ist jetzt auch Projektpartner
Bis 2014 steht ein mit 18 Millionen Euro gefüllter Fördertopf – Geldgeber sind unter anderem die EU, die Niederlande, NRW und Niedersachsen – zur Verfügung, um KMU grenzüberschreitend bei der Entwicklung neuer und innovativer Produkte durch Kontakte mit deutschen und niederländischen Hochschulen zu helfen. Zu den 21 Projektpartnern gehört mittlerweile auch die Entwicklungsagentur Wirtschaft (EAW) des Kreises Wesel, die das Förderprogramm gestern offiziell vorgestellt hat.
In dem Gebiet vom Wattenmeer bis Mönchengladbach haben bislang 150 Unternehmen von dem kostenlosen Beratungsangebot Gebrauch gemacht. Zu ihnen gehört die Weseler Isis IC GmbH, die sich auf den Bereich Funksensorik spezialisiert hat und unter anderem Produkte für Personenschutz und Personenzählung entwickelt. Geschäftsführer Dirk Unsenos ist über das Internet auf das Euregio-Förderangebot gestoßen. "Wir arbeiten aktuell an der Entwicklung einer neuartigen Systematik zur Erkennung der Zustände von Türen und Fenstern, um diese Informationen – also: Tür auf oder Tür zu – beispielsweise an mobile Systeme wie dem iPhone zu übertragen", erklärt Unsenos. Hierzu sei unter anderem die Integration mechanischer Komponenten in Türen, Zargen und Fenster nötig – also klassische Anwendungen der Mechatronik. "Deshalb haben wir die kostenlosen Aufschluss- und Vertiefungsgespräche genutzt, und in einer dritten Phase mit einem Mechatronik-Ingenieur der FH Bocholt weitere Schritte vereinbart", so Unsenos. Auf Basis der Intensivberatung könnte dann eine Machbarkeitsstudie und am Ende eine Prototypenentwicklung stehen, die bis zu 50 Prozent gefördert werden kann.
Die EAW will Firmen im Rahmen von Informationsabenden über das Projekt im Detail informieren.
Kontakt Ulrich Rose (EAW), Telefon 0281 2073908; www.mechatronik-kmu.eu
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