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Wesel: Ex-Flender-Areal lebt auf

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 22.09.2010

Wesel (RPO). Mitte des Jahres haben die Stahlcom-Chefs Marcel Voortman und Hans-Peter Faerber das ehemalige Flender-Gelände an der Werner-von-Siemens-Straße gekauft. Expandierende Firmen finden dort gute Infrastruktur.

Mitarbeiter des neuen Mieters ITE aus Alsdorf bei Aachen sind bereits in den ehemaligen Flender-Hallen tätig. Hier führt ein Schweißer Ausbesserungsarbeiten an einer Separationsanlage durch, die beim Tunnelbau eingesetzt wird.   Foto: RPO
Mitarbeiter des neuen Mieters ITE aus Alsdorf bei Aachen sind bereits in den ehemaligen Flender-Hallen tätig. Hier führt ein Schweißer Ausbesserungsarbeiten an einer Separationsanlage durch, die beim Tunnelbau eingesetzt wird. Foto: RPO

Wer gelegentlich Grünschnitt oder Sperrmüll zum ASG-Wertstoffhof an der Werner-von-Siemens-Straße transportiert, hat die Veränderungen auf dem ehemaligen Areal der Firma Flender bereits bemerkt. Bäume wurden gefällt, das Gelände aufgeräumt. Bagger schaffen derzeit die Grundlagen für den Bau neuer Straßen und für einen speziellen Waschplatz. Und: Das blaue Flender-Logo ist für das Signet der Firma Stahlcom gewichen.

Deren Geschäftsführer Marcel Voortman und Hans-Peter Faerber geben bei der Umsetzung ihres Konzeptes, die Ex-Flender-Hallen zu sanieren und zu vermieten beziehungsweise Platz zu schaffen für die Ansiedlung kleiner und mittlerer Gewerbetriebe, mächtig Gas. Die europaweit tätige Firma Stahlcom, nach eigenen Angaben "Spezialist in Sachen Stahl und Edelstahl", wird mit ihren 45 Mitarbeitern den bisherigen Sitz an der Trappstraße verlassen und Ende des Monats komplett ins Gewerbegebiet an der Brüner Landstraße und der Werner-von-Siemens-Straße ziehen. Dort bezieht Stahlcom eine mehr als 3000 Quadratmeter große Halle. Zum neuen Standort folgt auch die von Voortman geführte Hoch- und Gewerbebau Wesel (HGW). Sie ist bekanntlich die Nachfolgefirma der insolventen Hochbau Wesel (RP berichtete).

Info

Aktiv in Gibraltar

Die Stahlcom GmbH ist in ganz Europa tätig.

Aktuell montieren Stahlcom-Leute Geländer in Gibraltar.

Zu den Referenzobjekten der Firma gehört eine grenzüberschreitende Brücke, die ein Pflegeheim zwischen Suderwick mit Dinxperlo verbindet.

Das Interesse an dem verkehrsgünstig gelegenen Flächen und den großen, mit mächtigen Industriekränen ausgestatteten Hallen, ist da. Größter Mieter ist die aus Alsdorf bei Aachen stammende Firma ITE (18 Mitarbeiter), die schon seit Jahren eng mit Stahlcom zusammenarbeitet. Vom Lippeglacis zur Werner-von-Siemens-Straße wird die Firma Mipo Glastec ihren Sitz verlegen. Unter Dach und Fach sind auch die Verträge mit Maaß IT (Trappstraße), Elektro Kurt Bühnen (Hanseviertel) und Handwerks-Dienstleister Ingo Lamers (Feldwicker Weg). Die Verhandlungen mit der Firma Sanitär Peters (Kolpinghaus) laufen noch. Mit einer größeren Firma stehen Voortman und Faerber ebenfalls noch in Verhandlungen. "Wenn alles klappt, will das Unternehmen komplett neu bauen", erklärt der Niederländer Voortmann, der 2006 mit seiner Familie nach Wesel kam und sich hier "sehr gut aufgenommen" fühlt.

Neues Bürogebäude geplant

Ein weiterer Neubau könnte in den nächsten Jahren in dem Bereich entstehen, in dem sich das alte Flender-Verwaltungsgebäude befindet. Das wird aktuell renoviert, so dass übergangsweise Stahlcom, ITE und HGW ihre Büros dort beziehen können. "Wir planen aber mit allen Firmen zusammen den Bau eines eigenen Verwaltungstraktes", sagt Voortman. Architekten hätten erste Entwürfe gefertigt.

Foto
Marcel Voortman zieht mit seinen beiden Firmen Stahlcom und HGW Ende des Monats von der Trappstraße zum Ex-Flender-Areal. Foto: RPO
Quelle: RP

 
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