Kreis Wesel: FDP fordert Konzept für Hafenverbund im Kreis
zuletzt aktualisiert: 13.10.2008Kreis Wesel (RPO). Nach der Zusage der Landesregierung, die Machbarkeitsstudie für einen Verbund der vier Häfen im Kreis Wesel mit dem Duisburger Hafen zu finanzieren, hat der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Michael Terwiesche, gefordert, den Logistikstandort Wesel weiterzuentwickeln. „Der Landrat darf jetzt nicht nur abstrakte Gutachten produzieren und zu Kaffeekränzchen ins Kreishaus einladen. Er muss unverzüglich ein ganzheitliches Konzept vorlegen, wie die Kapazitäten der Häfen Emmelsum, Rhein-Lippe, Stadthafen Wesel und Orsoy erweitert werden können“, so Terwiesche. Eine solche Erweiterung sei angesichts des Umstandes, dass bis 2015 mit einer Verdoppelung des Seecontainer-Verkehrs von und nach NRW gerechnet werde, dringend erforderlich.
Dachgesellschaft gründen
In diesem Zusammenhang unterstrich Terwiesche die Forderung der FDP, eine Dachgesellschaft der vier Häfen unter Einbeziehung privater Investoren in eine gemeinsame Hafengesellschaft zu gründen. Kleinteilige Lösungen und das Aufsplitten in vier Häfen könnten nicht die richtige Antwort auf die logistischen Herausforderungen der kommenden Jahre sein. Das werde durch die Größe des Hafens Duisburg belegt. Außerdem zeige das Beispiel des Hafens Orsoy, dass private Investoren den erforderlichen betriebswirtschaftlichen Sachverstand und das Know-how mitbringen, um wirtschaftlich erfolgreich einen Hafen zu führen sowie neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Schließlich erinnerte Terwiesche den Landrat an den im September getroffenen Kreistagsbeschluss, ein Konzept zur Intensivierung und Beschleunigung des Strukturwandels im Kreis Wesel zu erarbeiten. Dabei soll das Schwergewicht auf die Entwicklung der Rahmenbedingungen zur Schaffung neuer Arbeitsplätze – unter anderem in den Wachstumsbranchen Logistik und Hafenwirtschaft – gelegt werden.
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