Wesel: FDP hätte gern ein Großkino
zuletzt aktualisiert: 29.12.2008Wesel (RPO). Mit dem blau-gelben FDP-Radl war er da, hat in der Innenstadt Schokolutscher verteilt und ist ins Gespräch mit dem Wähler eingestiegen. Marcus Schafaff, designierter Bürgermeister-Kandidat der Weseler Liberalen, Sproß einer alten einheimischen Familie, in Krefeld lebend, hat „viel Resonanz gespürt“. „Der Wahlkampf für 2009 hat schon begonnen, es wird ein interessantes Jahr“, sagt er. Stadtplanung und Finanzen sollen wichtige Themen des FDP-Manns sein.
Der gelernte Architekt hat die „Innenstadt analysiert und zu viel Kleinteiligkeit der Läden gefunden“. Verbliebene Leerstände müsse man auch mit Hilfe des Internets vermarkten. Dass die Hauptpost von der Öffentlichkeit kaum bemerkt an einen US-Investor gegangen ist – nur die RP berichtete darüber – und die Stadt sich nicht gemuckst hat, hält er für einen „großen Fehler“.
Betuwe: Mehr als Lärmschutz
In der City wünscht er sich einen Qualitätsaufschwung, und ein Großkino für Wesel sei „überfällig“. Ein Gesamtkonzept für die Stadt samt Kino-Standort will er bald vorstellen. Für verkürzt hält Schafaff die Betuwe-Debatte. „Wir fordern immer Lärmschutz, aber welche Qualität soll der eigentlich haben?“, fragt er. Er arbeite häufig in den Niederlanden und wisse, wie man diese Frage beantworten könnte. Es könne deshalb nicht nur um Betuwe-Informationen bei der für 7. Januar geplanten Groß-Veranstaltung gehen. Die Stadt müsse auch sagen, was sie gestalterisch wolle.
In Bislich sieht Schafaff mehr Chancen für „Kurzzeitourismus in Zeiten der Rezession als Pendant zu Xanten“, aber auch Raum für „Wohnen am Wasser“. Dort könne er sich eine Mustersiedlung mit regenerativer Energie vorstellen, die von der künftigen Fachhochschule begleitet werden solle.
Welche Prioritäten der Weseler hat, möchte Schafaff von der Basis erfahren. Bürger können ihn unter folgender Adresse schriftlich erreichen: Marcus Schafaff, Mühlenweg 17, 46483 Wesel.
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