Wesel: Feuchtfröhlicher Badespaß
VON CORNELIA KRSAK - zuletzt aktualisiert: 18.04.2008Wesel (RPO). Seit mehr als zehn Jahren treffen sich rund 30 Senioren ab 60 jeden Freitag zur Wassergymnastik im Heubergbad. Der Sport und das gute Klima in der Gruppe gefällt allen. Beim Wies’nfest im Rheinbad sind alle mit von der Partie.
Bis ins hohe Alter fit und gesund bleiben, das wünscht sich jeder. Doch man muss auch etwas dafür tun. Im Wasser kann man sich leicht und schwungvoll, ohne großen Kraftaufwand bewegen. Gelenke strecken, auf der Stelle hüpfen und laufen oder einfach schwimmen sind bei der Wassergymnastik der Senioren im Heuberg-Bad angesagt.
Jeden Freitagmittag ab 13 Uhr treffen sich um die 30 Männer und Frauen ab 60 zum gemeinsamen Training. Die Gruppe besteht seit mehr als zehn Jahren. In den Anfängen traf sie sich im ehemaligen Ost-Bad. Seit 2005 tummeln sich die rüstigen Senioren im Heuberg-Bad. „Wir wollen einfach Spaß miteinander haben und etwas für unsere Gesundheit tun“, sagt Übungsleiter Richard Waldhauer. Der 68-Jährige bringt die Teilnehmer der Wassergymnastik ordentlich auf Trab. Zu Beginn jeder Stunde gibt es ein paar Übungen zum Aufwärmen. Dann kommen verschiedene Geräte zum Einsatz wie „Nudeln“ aus Schaumgummi, Schwimmbretter oder Stäbe.
Shirts vom Sponsor
An der Senioren-Wassergymnastik nehmen Schwimmer und Nichtschwimmer teil. Trainiert wird freitags von 13 bis 15 Uhr im Heuberg-Bad.
Zum diesjährigen Wiesn‘fest hat die Bäder GmbH entsprechend bedruckte T-Shirts für die aktiven Senioren gesponsert.
Verschworene Gemeinschaft
„Bei uns geht es nicht so tierisch ernst zu. Da wird auch schon mal ein Witz gemacht“, erzählt Waldhauer. Jeder soll nach seinen individuellen Fähigkeiten mitmachen. Wer eine Übung nicht schafft, steigt einfach bei der nächsten wieder ein.
Über die Jahre ist die Gruppe zu einer eingeschworenen Gemeinschaft geworden. „90 Prozent sind schon von Anfang an dabei. Alle freuen sich schon auf den Freitag“, betont Waldhauer. „Ich habe früher Gymnastik gemacht und bekam Probleme mit den Füßen. Im Wasser geht alles leichter“, sagt Jutta Roth. Zum Training kommt die 78-Jährige jede Woche zu Fuß.
„Ich hatte mir das Sprunggelenk gebrochen. Durch die Wassergymnastik kann ich jetzt sogar wieder Treppen steigen“, erzählt Jenny Eigen. Toll findet die 64-Jährige die lockere Stimmung in der Gruppe. „Der Trainer ist für jeden Spaß zu haben und nimmt Rücksicht auf jeden einzelnen“, lobt die Weselerin. Eigentlich sei sie ja ein Sportmuffel, bekennt Susanne Friedl. „Mein Hausarzt wollte mich zum Nordic Walking schicken“, erzählt sie lachend. Sie habe sich fürs Schwimmen entschieden und nicht bereut.
Hin und wieder wird das Zusammengehörigkeitsgefühl auch außerhalb des Schwimmbeckens gepflegt. „Der einzige Freitag im Jahr, an dem das Training ausfällt, ist das Wies‘nfest im Rheinbad. Da gehen wir fast geschlossen hin“, berichtet der Übungsleiter.
Am 2. Mai wird dann ausnahmsweise mal nicht geschwommen, sondern geschwoft.
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