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Wesel: Frostschäden: 1,4 Millionen Euro Forderung

zuletzt aktualisiert: 11.03.2010 - 09:07

Die Beseitigung der durch den langen und harten Winter verursachten Frostschäden an Wesels Straßen erfordern 1,4 Millionen Euro. Das geht aus der Vorlage für den am Donnerstag tagenden ASG-Betriebsausschuss hervor.

Die Stadt Wesel muss 1,4 Millionen Euro für die Ausbesserung von Schlaglöchern investieren. Foto: RPO

ASG hat die erheblich vermehrten Schäden aufgelistet und in Sanierungsprioritäten unterteilt. Für Straßendeckenerneuerungen und punktuelle Reparaturen müssten demnach besagte 1,4 Millionen bereitgestellt werden - und zwar außerplanmäßig. Das ist angesichts des umkämpften Sparetats und der politischen Konstellation im Rat kaum vorstellbar. Der Beschlussvorschlag enthält statt einer Summe nur ein paar Pünktchen...

Es war eine der ersten Aktionen des Ampelbündnisses SPD-FDP-Grüne-UWW im letzten Jahr, die Finanzforderungen von ASG bezüglich Straßensanierung auf ein Minimum zu schrumpfen. Die oppositionelle CDU wollte mehr Geld für Straßen ausgeben und will es auch jetzt. „1,4 Millionen sind nötig, wir haben Sparvorschläge zur Gegenrechnung. Der Umbau des Bahnhofsvorplatzs ist zum Beispiel nicht nötig“, sagte gestern CDU-Fraktionsvorsitzender Rudi Spelmanns.

Allerdings dürfte Verhandlungsmasse vorhanden sein. Die vorliegenden Listen würden „einen groben Überblick“ geben, so ASG. Klar ist aber, dass die zurückgefahrenen Sanierungsgelder und in der Folge ausbleibende Arbeiten mit Ursache dafür sind, dass die Witterung durch eindringendes und dann frierendes Wasser für Schlaglöcher und abplatzenden Asphalt verantwortlich ist. Die Vielzahl vorgeschädigter Straßen habe deshalb das Schadensausmaß im Dauerwinter vergrößert, heißt es. Schlaglöcher in ungeahnter Zahl martern als spürbare Folge Fahrer und Autos.

ASG legt nun nach zweiwöchiger „sorgfältiger Schadensaufnahme“ drei Listen vor. Nummer eins beinhaltet Straßen, deren Substanz so nachhaltig angegriffen ist, dass sie in den nächsten Jahren neu gebaut werden müssten. Darüber muss in den nächsten Etatberatungen entschieden werden. Liste zwei beinhaltet „großflächige Deckensanierungen“ wegen der Winterschäden, sie sind auf die Jahre 2010 bis 2012 verteilt. Liste drei enthält Straßen mit punktuellen Sanierungen.

Eine Besonderheit ist das Pflaster in der Fußgängerzone zwischen Leyensplatz und Berliner-Tor-Platz. An den alten Betonplatten entwickelte der Winter regelrecht Sprengkraft. Hunderte von Steinen wurden zerstört. Jetzt kann nur provisorisch geflickt werden, um Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Eine vernünftige neue Lösung kann erst die anstehende Umgestaltung der „Meile“ bringen.

Der Winter hatte katastrophale Folgen für die meisten Straßen in Wesel. Die Ampel hatte Investitionen gekappt, das funktioniert nun nicht mehr.

Quelle: seeg

 
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