Niederrhein: Ganz in Weiß – Silberreiher im Schnee
zuletzt aktualisiert: 17.02.2010Niederrhein (RPO). Winterzeit ist am Niederrhein auch "Gästezeit". Alljährlich überwintern hier nicht nur bis zu 180 000 nordischer Gänse in unterschiedlichen Arten, sondern auch verschiedene Entenarten, Schwäne, Kleinvögel und Taucher. Die meisten dieser Tiere sind Gäste aus dem hohen Norden und Nordosten. Dies ist dann auch die Zeit, in der Ornithologen (Vogelkundler) viele interessante Beobachtungen machen können. Mittlerweile werden deren Beobachtungen vom Niederrhein im Internet unter "www.vogelmeldung.de" oder bundesweit unter "www.birdnet.de" veröffentlicht.
Das Vogelbeobachten wird immer beliebter denn die Zahlen sprechen für sich, so die Biologische Station im Kreis Wesel. So wurden z. B. für die Seite von "www.vogelmeldung.de" pro Tag 500 Besucher registriert. Seit rund zehn Jahren sind hier am Niederrhein mittlerweile regelmäßig auch Gäste zu beobachten die vorher, wenn überhaupt, nur ausgesprochen selten zu sehen waren. Eine solche Vogelart ist der Silberreiher. Er hat eigentlich sein Hauptverbreitungsgebiet in Südosteuropa. Die nahegelegendsten Brutgebiete waren bis vor rund zehn Jahren am österreichischen Neusiedlersee. Doch in der jüngsten Vergangenheit hat sich dieser schöne Reiher in den Niederlanden als Brutvogel etabliert.
Der aktuelle Brutbestand in den Niederlanden liegt zwischen 50 bis 100 Paaren. Aus Deutschland ist bis heute noch keine Brut bekannt geworden. Seit einiger Zeit erreichen die Bio-Station immer häufiger Anrufe von Bürgern, die über Beobachtungen von "weißen Graureihern" berichten.
In den letzten Wochen, an denen am Niederrhein Schnee liegt, ist es interessant, dass diese weißen Reiher recht häufig beobachtet werden können. Ansammlungen von über 50 Vögeln wurden zum Beispiel auf der Bislicher Insel gesichtet, so die Bio-Station.
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