Schermbeck: Gemeinsam für besseren Weihnachtsmarkt
VON GERD HEIMING - zuletzt aktualisiert: 08.11.2008Schermbeck (RPO). Die Kritik am Weihnachtsmarkt des Vorjahres – wenig Atmosphäre, Trödel-Charakter – hat produktive Kräfte freigesetzt. Unter dem Motto „Schermbeck handelt gemeinsam“ haben sich Werbegemeinschaft, Marketingverein, Gagu-Zwergenhilfe und der Initiativkreis „Marktplatz der Hilfe“ zusammengetan, um diesmal ein besseres Programm auf die Beine zu stellen. Die Losung: Klasse statt Masse. Schirmherr der konzertierten Aktion ist Bürgermeister Grüter.
Keine Preise am Haus
Die Werbegemeinschaft (WG) präsentiert am Samstag, 29. November, den 33. Weihnachtsmarkt. Die Zahl der Stände, die kein weihnachtliches Angebot bieten (Stichwort „Handyschalen“), sei deutlich reduziert worden, sagte WG-Vorsitzender Helmut Lippach.
Es sei gelungen, viele Schermbecker Vereine zu gewinnen, die etwa ein Drittel der rund 60 Stände bestücken werden. Der Markt soll besser, aber auch kürzer werden, so dass er nicht mehr die ganze Mittelstraße ausfüllen wird. Das bleibe ein Ziel auf lange Sicht, sagte Jens Ostermann-Schelleckes vom Marketingverein „Wir sind Schermbeck“.
Er betonte, dass die Weihnachtsbeleuchtung diesmal komplett von Verbands-Sparkasse, RWE und Volksbank gesponsert werde. Das von Fensterpaten mit Preisen bestückte riesige Weihnachtshaus wird in diesem Jahr nicht aufgebaut, weil die Vorbereitungszeit nicht reichte. Es soll aber irgendwann wieder dabei sein.
Um fünf auf etwa 20 Stände wächst der „Marktplatz der Hilfe“ rund um die Ludgeruskirche. Ehrenamtlich tätige Gruppen verkaufen Weihnachtliches, der Erlös ist für Bedürftige bestimmt. „Die gibt es auch in Schermbeck“, betonte Initiativ-Sprecher Klaus Schneider. Die beiden Kirchen im Ortskern werden geöffnet – als Räume der Stille. Zum weiteren Programm gehören Musik und Puppentheater.
Der Verein Gagu-Zwergenhilfe wird mit Ehrenamtlichen vom 5. bis 21. Dezember das Weihnachtsdorf am Rathaus betreiben. Dort sollen Glühwein, gebrannte Mandeln und Waffeln die traditionelle weihnachtliche Atmosphäre verbreiten. Dieser „Ort der Begegnung“, so Gagu-Vorsitzende Gudrun Gerwien, werde die Kinder im Blick haben. Sie können im Rathaus Geschenke basteln und für den Bürgermeister eine Überraschung vorbereiten. Für Groß und Klein hat der Nikolaus einen Laternenzug vom Marienheim zum Rathaus zugesagt.
Großer Stern geht auf
Zum „Finale“ soll ein großer Weihnachtsstern über Schermbeck aufgehen. Dafür können alle Weihnachtsdorf-Besucher eine Glühbirne kaufen. Eine Krippe wird nicht fehlen und auch über die Weihnachtsfeiertage geöffnet sein.
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