Wesel: Gewerbegebiet Ginderich in 2012 möglich
VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 09.04.2010Wesel (RPO). Der lang gehegte Wunsch von CDU-Kreistagsmitglied Heinrich Henrichs, das Gindericher Gewerbe außerhalb des Ortskerns zu bündeln, ist in greifbare Nähe gerückt. "Wenn nichts dazwischen kommt, kann sich 2012 der erste Betrieb im neuen Gewerbegebiet Heidekuhle – neben der Firma Imgrund – ansiedeln", sagt CDU-Ratsherr Franz Bothen und gibt damit die Marschrichtung vor, die die Weseler Christdemokraten gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Wolfgang Hüsken bestreiten wollen.
"Wir wollen Druck machen", erklärt Parteichef Heinzgerd Schott. Seit Dezember gebe es einen Aufstellungsbeschluss für das Gindericher Gewerbegebiet und "jetzt setzen wir alles daran, dass die realistische Perspektive von zwei Jahren auch umgesetzt wird". Kontakte sollen helfen, die abschließende Genehmigung von der Bezirksregierung zu bekommen. Schott, Bothen und Henrichs erinnerten bei einem Treffen auf dem Imgrund-Gelände daran, dass zuletzt die Büdericher Firma Elliot nach Birten abgewandert sei, "weil linksrheinisch keine Gewerbeflächen zur Verfügung standen." Die Stadt hatte das Thema Gewerbegebiet lange schleifen lassen.
Der erste, der sich auf dem knapp 43 000 Quadratmeter großen Gebiet neben Imgrund niederlassen würde, ist Joachim Tenhaef. Derzeit ist er mit seinem Obst- und Gemüsegroßhandel an der Birtener Straße mitten im Ortskern von Ginderich ansässig. "Ein Gewerbegebiet würde nicht nur weitere Firmen anziehen, sondern den heimischen Betrieben die Möglichkeit geben zu wachsen", sagt Tenhaef, der an der Heidekuhle seinen Großhandel um 2000 bis 4000 Quadratmeter erweitern möchte. Das Interesse der Gindericher Firmen (400 Arbeitsplätze) sei da, sagt Tenhaef stellvertretend für die Werbegemeinschaft.
Platz für 25 Grundstücke
"Zieht der Obsthandel, der aktuell 12 000 Quadratmeter einnimmt, an die Peripherie, wird im Ortskern eine Fläche für 25 Grundstücke frei", erklärt Henrichs. Eine Chance für junge Familien, im alternden Dorf zu siedeln. Zudem werte das Gewerbegebiet den Standort der Firma Imgrund auf. "Wir werden in diesem Jahr auf 5000 Quadratmetern eine Halle errichten, um dort Streusalz zu verpacken und lagern", sagt Geschäftsführer Bernd Schepers. Über eine Straße auf dem Firmengelände soll das Gewerbegebiet erschlossen werden. Henrichs: "Die Werbegemeinschaft wird die Bürgermeisterin einladen, um den Bedarf und die Erschließung zu klären." Wichtig sei, die Grundstückseigentümer ins Boot zu holen – auch beim geplanten Gewerbegebiet Büderich.
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