Wesel: Ginderich erwartet die Pilger
VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 18.04.2009Wesel (RPO). St. Mariä Himmelfahrt rüstet sich für die vierte Pilgersaison: Weihbischof Heinrich Janssen eröffnet die Wallfahrtszeit in Ginderich am 2. Mai mit einem Hochamt. Ein Arbeitskreis sammelt Spenden für eine neue Orgel.
"Wir stecken noch in den Anfängen", sagt Diakon Robert Winschuh. "Aber davon lassen wir uns nicht entmutigen." Seit Dezember 2005 ist Ginderich wieder ein Wallfahrtsort. Im vergangenen Jahr kamen 2500 Pilger zwischen Mai und Oktober in die Pfarrkirche, nahmen an Gottesdiensten und Andachten in St. Mariä Himmelfahrt teil. "Dass Ginderich wieder ein Wallfahrtsort wurde, ist ein Geschenk, das mit einer hohen Verantwortung verbunden ist", erklärt Heinrich Henrichs, Vorsitzender des Wallfahrts-Ausschusses. "Es muss uns noch mehr gelingen, die Bedeutung dieses Ereignisses im Bewusstsein der Leute zu verankern." Aus diesem Anlass rühren zahlreiche Aktive um Henrichs nun die Werbetrommel für die bevorstehende Pilgersaison.
Neuer Pastor ab August
"Zur Wallfahrtseröffnung wird es am 2. Mai ein Festhochamt mit Weihbischof Heinrich Janssen geben", berichtet Henrichs. Der Gottesdienst wird vom Kirchenchor und von Bläsern gestaltet. Aufgeführt wird die lateinische Messe "Missa antiqua". Bislang hätten sich außerdem 13 Pilgergruppen für einen Besuch in Ginderich angemeldet. "Entweder bringen die Gruppen ihren eigenen Priester mit, oder unsere Gemeinde bietet ihnen Gottesdienste, Andachten und Führungen an." Ab August werde es in dem Wallfahrtsort auch wieder einen Pastor geben. Berthold Hennes, ein Steyler Missionar, wird das Seelsorgeteam um Pfarrer Georg Zglinnicki unterstützen. Henrichs: "Für die Seelsorge und die Wallfahrt ist das sehr wichtig."
150.000 Euro fürs Instrument
Damit die Pilger künftig in den Genuss harmonischer Kirchenmusik kommen, hat sich ein Arbeitskreis gegründet, der sich um die Anschaffung einer neuen Orgel kümmert. "Sein Name lautet Uno", berichtet Diakon Robert Winschuh. "Die Buchstaben stehen für ,Unsere neue Orgel'." Das Instrument sei in die Jahre gekommen. Gutachter haben es den Gindericher Gläubigen bereits bestätigt. "Die Töne setzen unpräzise ein, mal früher, mal später", erklärt Winschuh. Noch sei nicht entschieden, ob eine neue Orgel angeschafft oder ein gebrauchtes Instrument erworben wird. "Wir stellen uns einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren vor", so der Diakon. "Und wir müssen mit Beträgen in Höhe von bis 150 000 Euro rechnen." Die Bruderschaft und auch der Sportverein hätten bereits mit Aktionen einen Grundstock gelegt. "Dennoch sind wir auf zahlreiche Spenden angewiesen. Für 50 Cent in der Woche kann man Uno-Botschafter werden." Eine Spendenbox stehe in der Kirche bereit.
Zum Abschluss der Wallfahrtssaison gibt der Kirchenchor, der in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen feiert, ein Konzert mit Orchester. "Bis dahin wird St. Mariä Himmelfahrt an 80 Tagen für Pilger geöffnet sein", so Heinrich Henrichs.
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