kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Wesel: Gnade für Randale am Bahnhof

VON STEFAN WAGNER - zuletzt aktualisiert: 10.03.2010

Wesel (RPO). Ein junger Mann aus Hamminkeln wurde gestern zu einer Bewährungsstrafe von acht Monaten verurteilt. Für das Gericht ist erwiesen, dass er in Mehrhoog einen Mülleimer und Lautsprecher auf die Gleise geworfen hat.

Tatort Bahnhof Mehrhoog: Vor fast genau einem Jahr kam es hier zu einem Zwischenfall. Ein junger Man hatte Einrichtungsgegenstände aus der Verankerung gerissen und auf die Gleise geworfen.   Foto: RPO
Tatort Bahnhof Mehrhoog: Vor fast genau einem Jahr kam es hier zu einem Zwischenfall. Ein junger Man hatte Einrichtungsgegenstände aus der Verankerung gerissen und auf die Gleise geworfen. Foto: RPO

HAMMINKELN/WESEL Vorm Amtsgericht in Wesel musste sich Gerhard H. (Name geändert) aus Hamminkeln gestern Morgen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten. Die Staatanwaltschaft warf ihm vor, im März des vergangenen Jahres auf dem Bahnhof Mehrhoog einen Mülleimer aus der Verankerung getreten sowie einen Lautsprecher losgerissen und beides auf die Gleise geworfen zu haben. Dass der junge Mann zudem bei 14 Schwarzfahrten erwischt wurde, spielte gestern eine ungeordnete Rolle. Obwohl der junge Mann die Tat noch während seiner Bewährungszeit begangen hatte – er war ohne Führerschein am Steuer gestoppt worden – ließ das Gericht Gnade walten. Gerhard H. kam mit acht Monaten Haft davon. Die Strafe wurde erneut zur Bewährung ausgesetzt.

Info

Mildes Urteil

Auf den angeklagten gefährlichen Eingriff in den Schienenverkehr in Tateinheit mit Sachbeschädigung schreibt das Gesetz ein Strafmaß zwischen sechs Monaten bis zehn Jahren Gefängnis vor.

So gesehen kam der Angeklagte mit acht Monaten zur Bewährung sehr gnädig davon.

Beim Schwarzfahren erwischt

Während der Angeklagte seine Schwarzfahrten allesamt zugab, stritt er den gefährlichen Vandalismus am Bahnhof vehement ab. Er sei zwar am besagten 14. März auf dem Bahnhof gewesen, aber nicht am Abend, sondern am Nachmittag, sagte er. Außerdem hätte die von Zeugen beschriebene Frisur des Täters gar nicht zu seinen Haaren gepasst, wie er sie vor einem Jahr getragen habe.

Von den beiden Zeugen, die Gerhard H. beobachtet haben wollen, konnte einer auf Grund der großen Entfernung nicht sicher sagen, dass er den Angeklagten gesehen habe. "Mit 80 Prozent Wahrscheinlichkeit" konnte ihn der zweite Zeuge identifizieren, Er konnte aber zur Kleidung oder zur Frisur keine Angaben mehr machen. Der Entlastungszeugin, die angab mit Gerhard zur Tatzeit "gemeinsam was getrunken" zu haben, schenkte der Richter keinen Glauben. Bei dem von ihr sehr ausführlich geschilderten Tag könne es sich auch um eine anderen Tag handeln.

Auch die Staatsanwältin hatte trotz der Beteuerungen des Angeklagten keine Zweifel daran, dass Gerhard H. auf dem Bahnhof in Mehrhoog gewütet hatte. Sie forderte eine Strafe von acht Monaten. Der Richter folgte ihr und meinte schon vor der Urteilsverkündung "Jubel von der Seite der Verteidigung" gehört zu haben, weil nochmals auf Bewährung plädiert worden war. Auf eine Geldstrafe verzichtete das Gericht insbesondere im Hinblick darauf, dass Gerhard bei mehreren Fahrten ins Bocholter Krankenhaus, wo er wegen seiner Herzprobleme behandelt wurde, keine Fahrkarte gezogen hatte. Der Richter wollte ihn nicht durch eine Geldstrafe erneut in Versuchung bringen, kein Ticket zu lösen.

Quelle: RP

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Nach der brutalen Attacke auf zwei Frauen im Mönchengladbacher Hauptbahnhof an Pfingsten hofft die Bundespolizei, dass die Auswertung von V ... mehr 

Gelderns große Gaudi

Geldern

Gelderns große Gaudi

Volksfeststimmung in der alten Herzogstadt: Die Pfingstkirmes lockt die Besucher in Scharen ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Trailer "James Bond Skyfall"

In dem neustens Fall wird Bonds Loyalität seiner Chefin M gegenüber auf eine harte Probe gestellt, als seine Vorgesetzte von ihrer ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
Meistgelesen

Mönchengladbach

Täter ist Polizei kein Unbekannter

Jugendliche haben im Mönchengladbacher Hauptbahnhof zwei Frauen brutal zusammengeschlagen. Die beiden 35- und 39-jährigen Opfer kamen blutüberströmt ins Krankenhaus. Einen 15-jährigen Schläger erwischte die Polizei – die Staatsanwaltschaft ließ ihn ... Von Ralf Jüngermann und Ulli Tückmantel  mehr

 

Borussia Mönchengladbach

Ter Stegens Albtraum

 

Mitglieder bei Hertha entscheiden heute

Fortuna – Ende der Prozessflut?

 

Düsseldorfer Elbsee

Mann stirbt bei Badeunfall

 

Zahlreiche Gebäude eingestürzt

Mehrere Tote durch Erdbeben in Italien

Meistkommentiert

Im Strudel der Schuldenkrise

Finanzmärkte wetten auf Pleite Spaniens

Ministerpräsident Rajoy zweifelte am Montag daran, ob Spanien sich auf Dauer selbstständig finanzieren kann. Zu teuer wird die Rettung der Banken. Prompt schnellten Spaniens Zinsen auf 6,5 Prozent hoch. von Antje Höning  mehr

 

Kritik an der Reform der Verkehrssünderkartei

"Ramsauer veranstaltet ein Durcheinander"

 

Kanzlerin informiert sich über Trassen-Ausbau

Die Tücken des deutschen Stromnetzes

 

Stoffeler Friedhof

Witwe auf Friedhof beraubt

 

Transfergerüchte in Gladbach

Wer geht mit Borussia auf Europa-Reise?

MEHR

Wesel

Duden-Jahr 2011: Wesel ehrt berühmten Sohn

Der 1829 auf dem Lackhausener Gut Bossigt geborene Konrad Duden gehört einer bundesweiten Umfrage zufolge zu den zehn bekanntesten Deutschen. Im nächsten Jahr jährt sich der 100. Todestag des Gymnasiallehrers, dessen 1880 erschienenes Werk ... VON Klaus Nikolei  mehr

 
Der erste IHK-Präsident seit 1919, der aus Wesel stammt: Burkhard Landers. Er war beim Bürgertreff zu Gast und lobte das Stadtmarketing. Das hat mit über 200 Eseln, von denen es einige nach Zürich und Berlin geschafft haben, einen Werbe-Treffer gelandet. Auch die Wesel-Taler sind ein Renner. Über 20 000 Stück sind meist in Sammlerhand.

Wesel

Stadtmarketing will Perspektive

IHK-Präsident Burkhard Landers gibt Wesels Stadtmarketing Top-Noten. Es gibt auch Nachholbedarf. Vorschläge sind: In neuer Struktur soll sich die Verwaltung zurücknehmen. Politik soll Finanzierung langfristig sichern. VON thomas hesse  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Wesel
Segelregatta Rheinwoche
Segelregatta Rheinwoche
Segelregatta Rheinwoche mehr 
 
Segelregatta Rheinwoche
Segelregatta Rheinwoche
Segelregatta Rheinwoche
mehr 
Segelregatta  um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band"
Segelregatta um das "Blaue Band" auf dem ..
mehr 
Bilder von der Byk-Eröffnung
Bilder von der Byk-Eröffnung
Eröffnung des neuen Laborgebäudes bei Byk-Chemie in Wesel. Rundgang du ..
mehr 
"Umsonst und draußen": Eselrock 2012 in Wesel
"Umsonst und draußen": Eselrock 2012 in Wesel
Bilder vom Eselrock 2012 in Wesel.
mehr 
 
$imgtext

Wählen Sie den Service-Weltmeister!

43 Firmen aus dem Kreis Wesel stellen sich dem Wettbewerb: Wer bietet den besten Service? Wer hat die zufriedensten Kunden? Bis zum 23. Juni können Sie Ihre Bewertungen abgeben - und dabei tolle Preise gewinnen. Jetzt abstimmen 

Familienanzeigen