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Wesel: Griechische Jugendliche diskutieren mit Jung

VON MICHAEL ELSING - zuletzt aktualisiert: 27.08.2008

Wesel (RPO). Seit sechs Tagen sind sie nun in Wesel. Gestern stand für die 23-köpfige Delegation aus dem griechischen Ort Paravola (150 Kilometer westlich von Delphi), die im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ noch bis zum 1. September in der Hansestadt zu Gast sind, erneut das Rathaus auf dem Programm. Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 25 Jahren sowie ihre drei Betreuer nahmen an einer Diskussionsrunde zum Thema „Integration von Migranten in Wesel“ teil. Mit von der Partie waren außerdem Dr. Panagiotis Karantzinis, Vorsitzender der Griechischen Gemeinde, der gestern gleichzeitig als Übersetzer fungierte sowie die Vorsitzende des Integrationsrates, Bilgenür Güzeldere und der Erste Beigeordnete der Stadt, Wolfgang Jung.

Interesse an Schulformen

Die griechischen Gäste zeigten sich positiv überrascht, wie leicht es Ausländer im Vergleich zu ihrer eigenen Heimat in Deutschland haben. Jung erklärte seinen Zuhörern darauf hin, dass Ausländer in Deutschland eine lange Tradition besäßen, angefangen von den so genannten Gastarbeitern in den 1950er und 1960er Jahren bis hin zu den Flüchtlingsopfern des Jugoslawien-Kriegs.

Interessiert zeigten sich die Jugendlichen auch an den Schulformen. Für sie ist es eher unverständlich, dass sich Kinder bereits nach vier Schuljahren entscheiden müssen, ob sie nun zur Hauptschule, Realschule oder zum Gymnasium gehen. „Welches Kind kann in diesem Alter eine solche Entscheidung treffen?“ fragte ein griechisches Mädchen. Eine Freundin von ihr wollte wissen, wie in Wesel mit behinderten Kindern verfahren würde und ob es Sonderschulen gebe.

Eine weitere Frage konzentrierte sich auf deutsche Jugendliche und wie diese ihre ausländischen Mitbürger betrachten. Jung entgegnete, dass Kinder die Unterschiede zwischen den einzelnen Nationen kaum bemerken würden. „Sie spielen zusammen und treiben auch gemeinsam Sport. In Wesel leben mehrere 1000 Ausländer. Ohne sie wäre das Leben hier weniger bunt und spannend“, bilanzierte Jung.

Quelle: RP

 
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