Hamminkeln: Großes Interesse an Breitband-Netz
VON KATHARINA PAUS - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Hamminkeln (RP). BORnet will auch Dingden "'n bit-ken flotter!" machen und ans Glasfasernetz anschließen. Das Interesse an einem zukunftsfesten Internetzugang ist groß.
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Um alle Fragen zur Glasfasertechnik zu klären und Anwohnern die Möglichkeit für individuelle Beratung zu geben, richtet BORnet bei Elektro Maibom einen Infostand ein, der jeweils mittwochs und freitags von 15 bis 18.30 Uhr geöffnet ist.
Außerdem wird es heute Abend eine zweite Infoveranstaltung in der Gaststätte Hoffmann geben. Diese beginnt um 19.30 Uhr.
Wenn 524 Haushalte mitziehen, kann's losgehen. Die Resonanz beim Info-Auftakt stimmt Initiatoren zuversichtlich. Die Anreize sind lukrativ.
Es geht in die heiße Phase: Schafft das Dorf Dingden den Anschluss an die Datenautobahn oder bleibt es abgehängt? Nach dem Interesse am Informationsabend der Firma BORnet im Gasthof Arping stehen die Zeichen auf volle Fahrt. Der Saal war proppenvoll. Bürgermeister Holger Schlierf machte Mut: "Das ist für Dingden eine vielleicht einmalige Chance." Der Anschluss ans Glasfasernetz, das im Sommer an den Dorfrand vorgestoßen ist, sei ein großer Entwicklungsschritt und ein Schub nicht nur für Dingden, sondern für die ganze Stadt.
Walter Münnich, Vorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT), der das Projekt mit initiiert hatte, freute sich über die Resonanz in der Bevölkerung. Die Firma BORnet stellte ihr Konzept unter der münsterländisch anmutenden Formel "...'n bit-ken flotter!" anschaulich und verständlich vor.
Ein Film informierte über die noch relativ neue Glasfasertechnologie. Hier werden Daten mit Lichtgeschwindigkeit durch hauchdünne Fasern übertragen. Glasfaser sei hundertmal so schnell wie DSL. Diese Technologie sei zukunftssicher und das Beste, was auf dem Markt sei. BORnet Mitarbeiter Thorsten Kreth stellte die Vorteile für Beruf/Schule, Familie und zur sozialen Kontaktpflege vor. "Dingden könnte jetzt den Grundstein für die nächsten 20 Jahre legen", betonte Kreth.
Die neue Technologie ermögliche individuelles Fernsehen zu jeder Zeit. Das multimediale Wachstum sei rasant. Selbst die Zukunft im Gesundheitswesen sei digital. Künftig werde es Videokonferenzen zwischen Arzt und Patienten geben. Wichtig für Dingden ist es, dass sich 40 Prozent der Haushalte für Breitband entscheiden. Erst dann rechne es sich, das Kabel im Dorf zu verlegen. Bis zum 24. März müssen 524 Verträge unterschrieben sein. Der Ausbau könne dann Ende Mai beginnen. Die Konditionen sind reizvoll. Wer seinen Vertrag bis zum 24. März abschließt, spart die Anschlusskosten von 300 Euro und die Grundgebühren für ein halbes Jahr. Gesamtersparnis für Kurzentschlossene: bis zu 659,50 Euro.
Es gibt drei Produkte, die Dingden dann "...'n bit-ken flotter" kann. "Sörfern" meint die Internetflatrate für monatlich 44,95 Euro. Kommt der Telefonanschluss dazu, heißt das "sörfen.küern" und kostet im Monat 49,95 Euro. Das Komplettpaket für monatlich 59,95 Euro meint Internet, Telefon und Fernsehen. Für Stefan Heveling von der Interessen- und Werbegemeinschaft ist klar: "Wer dieses Angebot nicht nutzt, muss verrückt sein!" MIT-Chef Walter Münnich unterschrieb den ersten Vertrag.
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