Wesel: Gütesiegel für Sprachgenies
VON MICHAELA BASTIAN - zuletzt aktualisiert: 14.09.2007Wesel (RPO). Das Konrad-Duden-Gymnasium gehört zu den bundesweit 53 Pilotschulen, an denen Schüler das neuartige Sprachzertifikat „Certi Lingua“ erwerben können. KDG-Delegation war bei Auftakttermin mit Ministerin Sommer.
Sinn und Zweck
Certi Lingua soll Schülern den Zugang zu ausländischen Hochschulen und in die europäische Arbeitswelt erleichtern.
Weitere Ziele: den interkulturellen Zusammenhalt stärken und im Zuge der fortschreitenden Globalisierung die Wettbewerbsfähigkeit auf internationalem Niveau erhalten.
Dass das Konrad-Duden-Gymnasium (KDG) im fremdsprachlichen Fachbereich besondere Kompetenzen aufweist, ist vielen seit langem bekannt: Neben dem bilingualen Zweig ist dort außerdem der Erwerb des Cambridge Certificates sowie des Diplôme d‘Etudes en Langue Française (DELF) möglich. Jetzt darf die Schule ein weiteres, brandneues Zertifikat vergeben: das Certi Lingua, ein „Exzellenzlabel für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen“. Denn seit kurzem ist das KDG eine von 20 nordrhein-westfälischen und bundesweit eine von 53 Pilotschulen für dieses Projekt.
Am Mittwochnachmittag fand in Münster der Auftakt für das Projekt statt. Das KDG war entsprechend vertreten. „Man hat einen wahnsinnigen Aufwand betrieben. Es war eine heitere Veranstaltung mit einer frohen Atmosphäre und Aufbruchstimmung“, berichtet Werner Breitscheid, Englischlehrer und Koordinator des Cambridge Certificates. Zu Gast war auch Schulministerin Barbara Sommer. Sie betonte, dass jeder, der „eine Fremdsprache lernt, den Hut vor einer anderen Nation zieht“. Außerdem erklärte die Ministerin, dass „jede neue Sprache wie ein neu geöffnetes Fenster ist“ und sie sich davon möglichst viele wünsche.
Alle Kriterien erfüllt
Damit die Schulen überhaupt in die Startphase aufgenommen werden durften, mussten sie bestimmte Vergabekriterien erfüllen, die sich auf drei Pfeiler stützen: Zum einem müssen die Schulen eine zweite Fremdsprache ab der Mittelstufe bis zum Abitur anbieten (Sprachkompetenz). Zusätzlich soll ein bilingualer Zweig vorhanden sein (bilinguale Fachkompetenz). Das dritte Kriterium bezieht sich auf die „europäische und internationale Handlungskompetenz“, das heißt: Es muss Austauschveranstaltungen, ausländische Partnerschulen, internationale Wettbewerbe oder Unterricht mit europa- und internationalrelevanten Themen geben. All diese Voraussetzungen erfüllt das KDG. Schüler können am Anfang der Mittelstufe zwischen zwei verschiedenen Fremdsprachen wählen, die bis zum Abitur fortgeführt werden können. Es bietet bereits seit zwölf Jahren erfolgreich den bilingualen Zweig an und die Auslandsverbindungen. Der Austausch mit Hagerstown in den Vereinigten Staaten von Amerika und Pskov in Russland sowie die Partnerschaft mit dem britischen Felixstowe decken auch den dritten Pfeiler ab. „Einigen Schülern könnten wir das Certi Lingua bereits verleihen“, erklärte Lehrer Werner Breitscheid.
Die Idee für das Certi Lingua wurde von verschiedenen Bundesländern sowie acht europäischen Partnerländern entwickelt.
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