Wesel: Gut Loh unter Hammer, aber keiner will es haben
zuletzt aktualisiert: 23.11.2007Wesel (RPO). Dritter Versuch, gleiches Bild: Für Gut Loh findet sich kein Interessent. Nach August 2006 und März 2007 (RP berichtete) scheiterte gestern Morgen im Weseler Amtsgericht ein weiterer Anlauf, für das Obrighovener Gestüt per Zwangsversteigerung einen neuen Herrn zu finden.
Rechtspflegerin Christiane Braun konnte gestern kein einziges Gebot notieren, weshalb es bei den ominösen Grenzen bleiben wird. Und die sind happig. Denn für das Objekt aus dem Eigentum von Gabriele Schürmann (Oberhausen) ist ein Verkehrswert von 2,897 Millionen Euro angesetzt. Das bedeutet, dass mindestens 1,448 Millionen (Fünf-Zehntel-Grenze) hätten geboten werden müssen, um mit dem Verfahren weiterzukommen. Auch ein Gebot unter diesem Wert wäre hilfreich gewesen. Dann hätte es zwar keinen Zuschlag gegeben, aber im nächsten Anlauf würden besagte Grenzen nicht mehr gelten. Ein Erwerb der riesigen Anlage zu einem günstigeren Preis wäre möglich.
Hätte, wenn und aber: Auch Erläuterungen von Rechtspflegerin Braun in diese Richtung verpufften wirkungslos in der schwach besuchten Veranstaltung. Immerhin konnte Gerlinde Herud von der Gläubigerin Commerzbank Essen am Ende noch ihr Kärtchen verteilen. Für den Fall, dass sich ein Interessent bei der Bank melden möchte. Herud kündigte an, dass die Commerzbank das Versteigerungsverfahren weiter betreiben will. Versuch Nr. 4 kommt bestimmt.
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