Wesel: Gutes Zuhause für Vierbeiner
VON DAVID HEINE - zuletzt aktualisiert: 03.11.2008Wesel (RPO). Weseler Tierheim feierte am Wochenende mit mehreren hundert Besuchern 25-jähriges Bestehen. Nach wie vor finanziert sich das Heim allein durch Spenden. 20 Tiere werden monatlich an neue Besitzer vermittelt.
Im Weseler Tierheim an der Lackfabrik war am Wochenende richtig was los. Mehrere hundert Besucher kamen zum Tag der offenen Tür anlässlich des 25-jährigen Bestehens. Ursula Alefs, die Leiterin des Tierheims, in dem unter anderem 25 Hunde, 90 Katzen und jede Menge Kaninchen, Meerschweinchen und andere Kleintiere untergebracht sind, freute sich über den großen Andrang. Alefs, seit 13 Jahren im Tierheim aktiv, berichtete am Rande der Veranstaltung, dass sich seit der Gründung vieles geändert habe.
„Ursprünglich entstand das Tierheim aus einer Erbschaft an die Stadt Wesel“, erklärte sie. „Vor sechs Jahren hat die Stadt dann jedoch mit dem Bundesverband Tierschutz einen neuen Kostenträger gefunden, dem das Heim jetzt gehört.“ 25 Hunde, 90 Katzen
Kontakt zum Heim
Öffnungszeiten des Tierheims:
täglich 15 bis 17 Uhr (außer mittwochs und sonntags)
Spendenkonto:
Verbands-Sparkasse Wesel
Kontonummer : 204420
BLZ: 356 500 00
Infos: Telefon 0281 56699; www.tierheim-wesel.de
Stets auf Suche nach Sponsoren
Das größte Problem der Mannschaft um Tierfreundin Alefs ist es, die nötigen Mittel für das Heim aufzutreiben. „Immer ging und geht es darum, Spender zu finden.“ Denn das Weseler Tierheim erhält keine öffentlichen Gelder. Alefs ist froh, dass es jedoch eine ganze Menge Tierfreunde gibt, die ihre Arbeit finanziell unterstützten. „Einer hat uns zum Beispiel das Tierheimauto gesponsort“, erzählt sie.
Auch personell ist das Heim alles andere als gut besetzt. Neben der Leiterin gibt es noch den festangestellten Rainer Hochmann und die beiden Azubis Katja Brenntrup und Christina Hamm. Und, nicht zu vergessen, die gute Seele des Heims, Hausmeister Hans Peter Nordmann. Beim Weseler Tierheim-Team stehen Sauberkeit und Tierliebe an erster Stelle.
Vorurteile, Tiere würden nach einer gewissen Zeit ohne Vermittlung eingeschläfert, widerspricht Alefs ganz energisch. „Hier geht es schließlich um Tierschutz und nicht um ,Tiernutz’. Niemals würden wir ein Tier einschläfern, weil wir den Platz benötigen.“ Nur wenn ein Tier schwer erkrankt, stimme man einer Einschläferung zu. Vermittelt werden pro Monat ungefähr 20 Tiere, meist Katzen oder Kleintiere. Auch dem Primaten- und Exotenschutz hat sich das Team des Tierheims verschrieben.
Seit zehn Jahren gibt auch ein Gehege für Affen, welches von den Zuschauern begeistert aufgenommen wird. Vermittelt werden sie jedoch nicht. „Die Affen verbringen ihr ganzes Leben hier bei uns im Tierheim. Auch beim Tag der offenen Tür war das Gehege, besonders für Kinder, eines der Highlights.
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