Niederrhein: Horst Vöge führt VdK am Niederrhein
zuletzt aktualisiert: 20.04.2009Niederrhein (RPO). Es war der erste große Kreisverbandstag des VdK Kreisverbands am Niederrhein nach dem Zusammenschluss der Verbände Duisburg, Kreis Wesel und Kreis Kleve. Rund 130 Delegierte aus den 54 Ortsverbänden kamen in die Rheinberger Stadthalle.
Peter Schenk erklärte zu Beginn der Veranstaltung, nach 14 Jahren nicht mehr für das Amt des Kreisverbandsvorsitzenden zu kandidieren; stattdessen stellte er sich zur Wahl zum Vertreter der Kriegs- und Wehrdienstopfer auf Kreisverbandsebene – und wurde auch in die Position gewählt.
Viele soziale Baustellen
Seine Nachfolge als Kreisverbandsvorsitzender tritt Horst Vöge an; der frühere SPD Landtagsabgeordnete aus Dinslaken. "Wir brauchen ein stabiles staatliches soziales System", meinte Vöge. Er wolle sich für die sozialen Belange der Gesamtgesellschaft, aber auch des Einzelnen einsetzen. In Deutschland gebe es viele soziale Baustellen – unter anderem in der Behindertenpolitik und im Gesundheitsbereich. "Der Kreisverband am Niederrhein hat sich über die Region hinaus einen guten Namen gemacht", befand der stellvertretende Vorsitzende des VdK-Landesverbands NRW, Karl-Heinz Fries. Der Sozialverband werde heute mehr gebraucht als je zuvor. Mehr als eine Millionen Arbeitnehmer könnten ihre Familien nicht mehr unterhalten. Auch die Stärkung der Rentner sei eines der Ziele. Von 20 Millionen Rentnern in Deutschland lebten drei Millionen an der Grenze des Existenzminimums. Und: "Mehr als zwei Millionen Kinder leben in ihren Familien in Armut – und das nicht in einem Dritte-Welt-Land, sondern in einem Land das Exportweltmeister war", kritisierte Fries. Der Landesverband werde sich in diesem Jahr besonders der Armutsproblematik annehmen.
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