Wesel: Hotelneubau für vier Millionen
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 03.06.2008Wesel (RPO). Größte Investition: Das Weseler Waldhotel Tannenhäuschen errichtet bis November Anbau mit vier Luxussuiten, 26 Doppelzimmern, Kosmetikkabinen, Lobby und Tiefgarage. Auch das Restaurant wird erweitert.
Die größte Investition in seiner 106-jährigen Geschichte stemmt das Weseler Waldhotel Tannenhäuschen der Familie Hetzel. Rund vier Millionen Euro sind für zwei Neubauten veranschlagt. Nur wenige Schritte von der bisherigen Eingangshalle entsteht ein dreigeschossiger Trakt, der über vier Suiten und 26 Doppelzimmer verfügt. Außerdem finden in der Tiefgarage, deren Bodenplatte bereits gegossen ist, 20 Fahrzeuge Platz. Im Obergeschoss werden außerdem drei Kosmetikkabinen eingerichtet.
Ende November wird eröffnet
Mitte des Monats macht außerdem die alte Sonnenterrasse Platz für ein neues Restaurant. In den nächsten Tagen will das Führungsteam des Wellness-, Tagungs- und Veranstaltungshotels (100 Betten in 50 Doppelzimmern, 100 Mitarbeiter) zahlreiche Gäste für die Grundsteinlegung am 18. Juni einladen.
Zahlen und Fakten
Nutzfläche des Neubaus: 3500 Quadratmeter
Tiefgaragenplätze: 20
Zimmerauslastung: deutlich mehr als 70 Prozent
Mitarbeiter: 100 Voll- und Teilzeitkräfte sowie Aushilfen
Hotelzimmer: derzeit 50 (100 Betten), ab November 80 (160 Betten)
Läuft alles nach Plan, wird Hoteldirektor Oliver Scholten am 27. November die ersten Gäste in der neuen Lobby begrüßen können. „Der Neubau ist nötig geworden, um die steigende Nachfrage der Gäste befriedigen zu können“, sagt er. Vor allem in den Herbst- und Wintermonaten sei das Haus stets zu fast 100 Prozent ausgebucht.
Sowohl außen als auch innen bleibt das Tannenhäuschen seinem Stil treu. „Im besten Fall“, sagt Scholten, „wird ein fremder Gast gar nicht merken, dass er in einen Neubau tritt.“ Das bedeutet, dass die Hetzels aufs Zugferd Gemütlichkeit setzen: Teppiche, warme Farben, individuell gefertigte Holzmöbel, vergoldete Leuchter, Blumenschmuck.
Doch das gediegene Ambiente und die familiäre Atmosphäre allein können die Anziehungskraft des Hauses allein nicht erklären. Als Magnet hat sich der große Wellness- und Saunabereich erwiesen, der seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich ausgebaut wurde. Paare, Mütter mit Töchtern, Freundinnen und Vereine aus dem gesamten Rheinland, dem Münsterland und dem Ruhrgebiet schätzen das umfangreiche Angebot des Tannenhäuschens. Das gehörte 1997 zu den drei Gründungsmitgliedern der Dachorganisation Wellness Hotels Deutschlands, die mittlerweile mehr als 50 Mitglieder (vier bis fünfeinhalb Sterne) zählt. „Es war damals die richtige Entscheidung, auf die Nische Wellness zu setzen, weil die Zahl der Konferenzhotels explodiert war“, so Scholten.
2009 gehen die Bauarbeiten im Tannenhäuschen weiter. Dann werden 29 der bestehenden 50 Doppelzimmer sowie die Empfangshalle saniert. Stilvoll – versteht sich!
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