Wesel: Hülskens: ,Wasserschutz trifft uns hart’
zuletzt aktualisiert: 13.04.2007Wesel (RPO). Während die RMKS GmbH nun mit dem Lipperandsee beginnt, kann die Weseler Firma Hülskens ihr Kieswerk in Ginderich bald schließen. Gestern teilte die Bezirksregierung Düsseldorf mit, dass für das Gindericher Feld die am Ort umstrittene Wasserschutzgebietsverordnung erlassen worden ist. Hülskens-Geschäftsführer Jörg Hüting kennt den genauen Verordnungstext noch nicht, sprach aber auf RP-Anfrage schon von einem „harten Schlag“, einem „gewaltigen Eingriff in den laufenden Betrieb“ und von Auswirkungen auch für viele betroffene Landwirte.
Bekanntlich hatte es zu Beginn des vergangenen Jahres einen langen Erörterungstermin mit zahlreiche Einwendern in der Niederrheinhalle gegeben. Hülskens klagt bereits vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen den abgelehnten Antrag auf Erweiterung der Abgrabung Pettenkaul bei Ginderich.
Während die Bezirksregierung eine „künftige“ Gewinnungsanlage des Wasserverbundes Niederrhein GmbH als Begründung für den Schutz nennt, fragt sich Hüting, wie das vermittelbar sein soll. Überall sinke der Verbrauch und es gebe Wasser genug in guter Qualität, sagte Hüting. Fürs Gindericher Gebiet sei nicht klar, wohin die Mengen gehen sollen. Außerdem werde es von qualitätsmindernden Soleleitungen gequert.
Ferner, so Jörg Hüting weiter, müssten sich die Kiesgewinnung und der Wasserschutz nicht gegenseitig ausschließen. Es gebe auch ökologische Konzepte für eine optimierte Abgrabung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




