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Wesel: Hünxer Unternehmer besuchen Zentralbank

zuletzt aktualisiert: 02.04.2008

Wesel (RPO). hünxe (RP) Erstmalig in der Geschichte der Hünxer Wirtschaftsgemeinschaft wurde ein Unternehmertreffen ganztägig gestaltet. Das Thema war hochaktuell: die Situation der Firmenkunden vor dem Hintergrund der aktuellen Bankenkrise. Traditionell ist die Zusammenarbeit der örtlichen Unternehmer entweder mit den Sparkassen und ihren elf Landesbanken oder mit den Volksbanken und deren zwei Zentralbanken DZ und WGZ. Da die Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank AG, kurz WGZ, kaum in die Schlagzeilen geraten war, fasste der Vorsitzende der Wirtschaftsgemeinschaft, Hans Nover, den Entschluss, mit Hünxer Unternehmern diese Zentralbank in Düsseldorf zu besuchen um dort Informationen zu bekommen und kritische Fragen zu stellen.

„Langweilig, aber krisenresistent“

Den Kontakt zur Zentralbank stellte das Vorstandsmitglied der Volksbank Rhein-Lippe, Ulf Lange, her, der die Gruppe nach Düsseldorf begleitete. Die Repräsentanten der WGZ stellten fest, dass der genossenschaftliche Bankensektor neben dem Firmenkundengeschäft zwar auch das Geschäft mit Kapitalmarktpartnern betreibt, dies aber mit Vorsicht: „Lieber langweilig und dafür krisenresistent.“ Das zahlt sich jetzt aus. Die Zentralbank der Volksbanken ist von der Finanzkrise nur am Rande betroffen.

Gute Kunde für Steuerzahler

Dennoch hakten die Hünxer Unternehmer nach und wollten wissen, ob im theoretisch denkbaren Fall einer Krise der Genossenschaftsbanken auch wieder die Steuerzahler zur Kasse gebeten würden. Klare Antwort: Nein. Die genossenschaftliche Sicherungseinrichtung (Feuerwehrfonds) garantiert nicht nur die übliche Einlagensicherung der Kundengelder sondern auch die Existenz jedes einzelnen Mitgliedsinstitutes.

Jährlich zahlen alle Genossenschaftsbanken insgesamt rund 500 Millionen Euro in diesen Fonds, damit eventuelle Sanierungen aus eigener Kraft gestemmt werden können.

Diese auch für die Steuerzahler angenehme Botschaft hörten die Hünxer Unternehmer gern und fuhren anschließend zur Besichtigung des Düsseldorfer Meilenwerks, einer Zentrale für Oldtimer Fahrzeuge.

Quelle: RP

 
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