Wesel: Hüsken will dritte Amtszeit
VON THOMAS HESSE - zuletzt aktualisiert: 14.04.2010Wesel (RPO). Landtagsabgeordneter Wolfgang Hüsken, seit zehn Jahren für die CDU in Düsseldorf, sieht gute Siegeschancen. Seine Leistungsbilanz, oft von politischen Gegnern in Wesel kritisiert, könne sich sehen lassen, sagt der Brüner.
"Bombastisch" sei der Wahlkampfauftakt der Landes-CDU in Oberhausen gewesen, findet Wolfgang Hüsken aus Brünen. Ja, das trage und gebe Kraft für die anstehende Auseinandersetzung, pflichten Wahlkampfleiter Paul Sonders (Hamminkeln), Volker Schulte-Bunert (Parteivize in Schermbeck), Wilhelm Windszus (Hünxe) sowie Carina Segerath (JU Wesel) bei. Sie waren gestern dabei, als Hüsken Leistungsbilanz für den Wahlkreis Wesel III (siehe Info) zog und politischen Ausblick gab. Selbstredend, dass der Christdemokrat gute Chancen sieht, den bis 2000 als SPD-Erbhof geltenden Wahlkreis ein drittes Mal zu holen. "Das wäre toll, Spaß an der Politik habe ich jedenfalls weiterhin", sagt er.
Seit zehn Jahren
Wolfgang Hüsken (CDU) ist seit zehn Jahren Landtagsmitglied.
Der Brüner ist zuversichtlich, auch am 9. Mai die Nase vorne zu haben. 2005 holte er 44,5 Prozent. 2000 hatte der Newcomer Wesels SPD-Parteichef Ludger Hovest besiegt. Hüsken tritt im Wahlkreis 58 – Wesel III an. Der umfasst Hamminkeln, Hünxe, Schermbeck, Voerde und Wesel.
Doppelte "Kümmerer"
Mehr Bildung, mehr Lehrer, neue Hochschulen, erstmals eine nennenswerte Zahl von U3-Plätzen – dieses landespolitische Pfund wirft er in die Waagschale. Erheblich Arbeitsplätze und bis 2008 auch eine gute Entwicklung beim Landeshaushalt führt er ebenso an wie die Mittel aus dem Konjunkturpaket II, die NRW in solcher Höhe wie sonst kein anderes Bundesland an die Kommunen weitergereicht habe. Und was, bitte schön, ist sonst im Wahlkreis hängen geblieben?
In Hamminkeln die Westtangente Dingden, in Hünxe der Ausbau des Flugplatzes Schwarze Heide, in Schermbeck das Familienzentrum St. Ludgerus, in Voerde der flächendeckende Ganztagsunterricht, in Wesel die Finanzhilfe für die Historische Rathausfassade, Ganztagsbetrieb an fast allen Schulen und das Projekt Neuer Bahnhof Wesel mit Friedenstraße – Hüsken blickt selbstbewusst auf das Erreichte. Damit, so findet er, sei sachlich widerlegt, was sein Hauptwidersacher Norbert Meesters von der SPD kritisiere. Anders als der wolle er nicht "Everybodys Darling" sein, nicht in einen politischen Überbietungswettkampf eintreten mit unbezahlbaren Versprechen.
Genauso wie sein Kontrahent bezeichnet sich Hüsken, der aus Obrighoven stammt, in Schermbeck arbeitete und in Brünen lebt, als "Kümmerer", als "einer von uns, heimatverbunden und erfahren".
Landespolitisch sieht er eine CDU-FDP-Koalition als erste Wahl. Regionalpolitisch im Zentrum ist für ihn das Thema Betuwelinie. Da war die komplette Kostenübernahme des Landes für die Bahnübergänge der erhoffte Befreiungsschlag, der das Thema Betuwe aus dem Wahlkampf hinaus bugsierte. "Bester Lärmschutz ist auch zugesagt", freut sich der CDU-Abgeordnete. Einsatz für Ganztagsbetreuungsplätze, der Hafenverbund mit Emmelsum, Orsoy und Wesel, bessere Straßen und Radwege, eine Reform der Kommunalfinanzen – dafür stehe er programmatisch. Holen muss er den Wahlkreis direkt. Einen Listenplatz hat Hüsken nicht.
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