Wesel: Im Rat: Fragen an RVR
zuletzt aktualisiert: 26.08.2008Wesel (RPO). Im allgemeinen Verwirrspiel um die Frage „RVR-Austritt – Ja oder Nein?“ haben heute die Akteure Gelegenheit zur Aufklärung. Das betrifft vor allem die Verantwortlichen des Regionalverbandes Ruhr, die im Kampf um den Verbleib des Kreises Wesel bisher viele Antworten schuldig blieben. Dennoch haben sich einige, wie Hünxes Bürgermeister Hansen, schon pro RVR positioniert. Die Kreisstadt, für die der Verband mit Sitz in Essen nur zwei Liegenschaften (Schwarzes Wasser, Forst Esselt) und die nur teilweise betreut, hält sich noch zurück – mit Tendenz zum Verbleib. Das resultiert bisher allein aus der Vermutung, dass der Kreis, allein agierend, verloren wäre, während andere Regionen im Großverbund um die lukrativen (EU-)Fördermittel buhlen. Dabei setzt sich in der Weseler Politik auch eine zweite Meinung fest: Mit dem RVR alten Zuschnitts, der bisher fürs Revier alles, für den Kreis nur Brosamen übrig hatte, wird der Niederrhein nicht gewinnen können.
Heute im Weseler Rat hat RVR-Chef Heinz-Dieter Klink, der ebenso wie Kreis-Kämmerer Peter Giesen auftritt, die Chance, die Unentbehrlichkeit zu beweisen. Kern ist die Offenlegung der Millionen-Risiken von Deponiebetreiber AGR und die Frage, ob RVR eine Bürgschaft eingegangen ist. Das wäre für den Kreis fatal. Eine Eröffnungsbilanz des RVR fehlt – wie sollen Kündigungswillige da ein Risiko einschätzen? Thema zwei: Wie sieht es mit der Wirtschaftlichkeit der RVR-Beteiligungen aus? Die Wertschöpfung ist kaum nachvollziehbar. Frage ist zudem, warum jetzt die Kündigung erfolgen muss und nächster Termin erst in zehn Jahren ist.
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