Wesel: Imgrund: Streusalz steigert Umsätze
zuletzt aktualisiert: 24.01.2009Wesel (RPO). Eis und Schnee der letzten Wochen haben dafür gesorgt, dass die 90 Lkw der Gindericher Imgrund Silogistik im Dauereinsatz sind, um landesweit Streusalz zu liefern. Dem Unternehmen geht's gut: mehr Mitarbeiter und 3,3-Millionen-Investition in Lagerhalle und Lkw-Waschanlage.
Eis und Schnee der letzten Wochen haben bei der Imgrund Silogistik GmbH in Ginderich für volle Auftragsbücher gesorgt. Denn Imgrund fährt unter anderem Streusalz, das bei der Esco in Rheinberg aus der Erde geholt wird. Auch sonst steht das Unternehmen, Nachfolger der vor vier Jahren in die Insolvenz geschlitterten Spedition Imgrund, wirtschaftlich hervorragend da und trotz der Krise. Über die Gründe sprach RP-Redakteur Klaus Nikolei mit Silogistik-Gesellschafter und Geschäftsführer Bernd Schepers (56).
Deutlich gesunkene Dieselpreise und der so schon lange nicht mehr erlebte Winter dürfte Ihnen sicher gefallen.
Schepers Es ist tatsächlich so, dass wir von den Witterungsbedingungen profitieren. Denn als einer von mehreren Dienstleistern der Esco liefern wir das von vielen Städten und Gemeinden dringend benötigte Streusalz, das unter anderem in unseren Hallen gelagert wird. Zum Dieselpreis ein Anmerkung. Der ist zwar gesunken, dafür haben wir mit der Weitergabe der gestiegenen Mautgebühren an unsere Kundschaft zu kämpfen.
Wohin liefern Sie das Streusalz?
Schepers In die Benelux-Staaten, die Eifel, in den Westerwald, ins Sieger- und ins Sauerland, natürlich an den Niederrhein, ins Münsterland und nach Ostwestfalen bis Osnabrück.
Der Salztransport ist ja nur ein saisonales Geschäft. In welchen Bereichen ist Ihr Unternehmen sonst noch tätig?
Schepers Wir fahren vor allem für die Lebensmittel- und Bauindustrie.
Was genau transportieren Sie?
Schepers In erster Linie Speisemehl. Und für die Baubranche vor allem Kunststoffe und auch Zement. Da die Lebensmittelindustrie von konjunkturellen Schwankungen nicht so abhängig ist und wir durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung auch eine Belebung der Baubranche erwarten, sehen wir optimistisch in die Zukunft.
Zukunft ist ein gutes Stichwort. Die Zukunft Ihrer Mitarbeiter war vor vier Jahren mehr als ungewiss, als die Spedition Imgrund einen Insolvenzantrag stellen musste.
Schepers Nachdem wir im Sommer 2005 eine neue Gesellschaft gegründet haben, konnten wir den Mitarbeiterstamm kontinuierlich von 100 um 50 Prozent erhöhen.
Wie viele Fahrzeuge stehen bei Ihnen auf dem Firmengelände?
Schepers Insgesamt verfügen wir über 90 Silofahrzeuge, von denen aber einige bei unseren Kunden in Köln, Dortmund und Duisburg stehen.
Aktuell ist es mild. Ist die Nachfrage nach Salz nun gestoppt?
Schepers Nein. Denn die Temperaturen können natürlich schnell wieder sinken und dann Straßen in Eisflächen verwandeln. Wie gefährlich das ist, haben mehrere tödliche Unfälle Anfang der Woche in der Region gezeigt. Deshalb sind die Streudienste höchst wachsam. Aber natürlich wird die Nachfrage sinken, wenn in allen Regionen, die wir beliefern, fünf Grad und Nieselregen herrschen.
Welche Pläne verfolgen Sie in nächster Zukunft?
Schepers Wir haben bereits mit der Sanierung unserer Lagerhallen begonnen. Außerdem wird derzeit daran gearbeitet, die Regenentwässerung des gesamten Betriebsgeländes zu erneuern. Und dann möchten wir noch in diesem Jahr mit zwei Neubaumaßnahmen beginnen.
Welche sind das?
Schepers In den Bau einer modernen Lkw-Wasch- sowie einer neuen Lagerhalle werden wir rund 3,3 Millionen Euro in die Zukunft des Unternehmens investieren.
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