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Hamminkeln: InGe möchte ein Haus bauen

VON BERNFRIED PAUS - zuletzt aktualisiert: 02.03.2010

Hamminkeln (RPO). Der Verein "In Gemeinschaft leben" will seine Vorstellung einer alternativen Wohnform im Alter umsetzen. Geplant ist ein Mehrgenerationenhaus mitten in Hamminkeln. Standort Friedhofstraße wird planungsrechtlich angepasst.

Ein erster Entwurf: Architekt Ulrich Kortmann aus Mehrhoog hat für das Mehrgenerationenhaus an der Friedhofstraße in Hamminkeln einen Vorschlag gemacht. Der wird momentan von InGe diskutiert und auf die Bedürfnisse nach gemeinschaftlichem Wohnen abgestimmt. Repro: Privat Foto: RPO

Der Selbstfindungsprozess von InGe ist annähernd abschlossen. Nach gut drei Jahren wird's für das Projekt "in Gemeinschaft leben" konkret. Die Initiative für eine alternative Wohnform im Alter möchte mitten in Hamminkeln ein Mehrgenerationen-Haus bauen. Doch vorher muss der Weg dafür planerisch frei gemacht werden. Der Planungsausschuss möchte in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 11. März, den ersten Schritt tun. Geht alles glatt, so Rita Nehling, die das Kind der Lokalen Agenda mit großgezogen hat, könnte der gemeinschaftliche Traum im Frühjahr kommenden Jahres Gestalt annehmen.

Info

Der Vorstand

Vorsitzende von "InGe" ist Beate Schmitz, Vize Hanne Eckhardt. Zum Vorstand gehören: Dr. Hans-Peter Schmitz, Doris Imhoff, Bernhilde Wellmann und Kassiererin Marianne Bonczinski. Schriftführerinnen: Bärbel Reining-Bender und Rita Nehling-Krüger.

Bis dahin sind noch einige offenen Fragen zu klären. Eine betrifft die Frage des Bauträgers auf dem "Gelände Odenthal". "Es gibt momentan unterschiedliche Finanzierungsmodelle", so Rita Nehling-Krüger. Es werde darüber gesprochen, ob ein Investor den Interessenten, die hier einziehen möchten, zur Seite treten soll. Auch mit der Ev. Kirchengemeinde, der das Grundstück im Dreieck zwischen dem Friedhof, Lidl und der Bebauung Martin-Luther-Straße gehört, werde noch verhandelt.

14 Wohneinheiten

Architekt Ulrich Kortman, der in Mehrhoog mit der Anlage "Alte Schule" schon ein generationsübergreifendes Projekt realisiert hat, hat inzwischen einen ersten Entwurf vorgelegt mit 14 Wohneinheiten zwischen 40 und 90 Quadratmetern, inklusive Gemeinschaftsräumen. Der Vorschlag werde momentan noch mit Birgit Pohlmann-Rohr einer in gemeinschaftlichen Wohnprojekten erfahrenen Planerin in Dortmund abgesprochen. Sieben InGe-Aktivisten wollen bisher in das neue Haus einziehen und eine Wohnform leben, die gemäß der Satzung des Vereins auf Gemeinschaft ausgerichtet ist aber individuelle Räume sichert. Rita Nehling-Krüger ist zuversichtlich, dass es keine Schwierigkeit sein wird, die restlichen Wohnungen zu vermarkten, zumal Wohnen hier ausdrücklich nicht aufs Alter beschränkt sein und auch von der wirtschaftlichen Seite her eine Bandbreite abdecken soll.

Kleingärtner müssten gehen

Um das InGe-Wohnprojekt umsetzen zu können, müssen auch noch die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Das "Gelände Odendahl", auf dem heute noch eine Kleingartenanlage betrieben wird, ist bislang als öffentliche Grünanlage (Park/Spielplatz) festgesetzt. Die Verwaltung schlägt vor, hier einen so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufzustellen. Es spreche aus städtebaulicher Sicht nichts dagegen, hier das Mehrgenerationenhaus möglich zu machen.

Quelle: RP

 
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