Kreis Wesel: Jäger appellieren: Wild im Winter nicht stören
zuletzt aktualisiert: 12.01.2010Kreis Wesel (RPO). "Eis und Schnee sind besonders für Kinder ein großes Vergnügen. Es macht ihnen sichtlich Spaß, in diesem Element herumzutollen. Anders sehen dies unsere Wildtiere", sagt Alfred Nimphius von der Kreisjägerschaft und macht auf deren besondere Probleme bei der aktuellen Witterung aufmerksam. Bei geschlossener Schneedecke falle es Tieren sichtlich schwer, genug Futter zu finden. Schalentiere, wie Reh- oder Rotwild seien hiervon noch nicht betroffen, da es noch an den Brombeeren und kleinerem Astwerk zu knabbern habe. Auch Kaninchen und Hasen fänden nach mühseligem Scharren noch genügend Nahrung.
"Unserem Flugwild, den Fasanen, Rebhühnern und Tauben geht es da ungleich schlechter. Für sie ist die Nahrungssuche unter der Schneedecke äußerst beschwerlich und der gefrorene Boden fast unüberwindbar", sagt Nimphius. Tauben und nordische Wildgänse sehe man nun in großen Schwärmen, besonders auf Raps- und Getreidefeldern. Hier biete das junge Blattwerk noch genügend Futter. Die Landwirte seien allerdings nicht begeistert, da sie große Ernteverluste erwarten. Der Fasan scheue sich nicht, in Häusernähe sein Glück zu versuchen. Zwar bestehe noch keine unmittelbare Gefahr für die Wildtiere, aber es sei nun besonders wichtig, sie nicht zu stören, da jede Flucht unnötige Energie verbrauche. Daher bittet die Kreisjägerschaft naturbegeisterte Spaziergänger, die Wege nicht zu verlassen und Hunde kurz zu halten.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




