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Hamminkeln: Jugendbeirat: Schülerinnen stellen Antrag bei der Stadt

VON JULIA NAKÖTTER - zuletzt aktualisiert: 14.08.2010

Hamminkeln (RPO). Stolze 173 Unterschriften haben die beiden 17-jährigen Ann-Kathrin Terfurth und Catharina Boland gesammelt und im Hamminkelner Rathaus abgegeben. Ihr Ziel: die Gründung eines Kinder- und Jugendrates. "Ähnlich wie der Senioren- und Familienbeirat sollte es in Hamminkeln eine Interessenvertretung für Jugendliche geben", sagt Ann-Kathrin Terfurth. Die Initialzündung kam während eines Seminars mit hundert Jugendlichen in Koblenz. "Dort haben wir erfahren, dass der Jugendrat in Baden-Württemberg Pflicht ist", erzählt die 17-Jährige.

Ann-Kathrin Terfurth (l.) und ihre Freundin Catharina Boland haben 173 Unterschriften von Hamminkelner Jugendlichen gesammelt.  Foto: RPO
Ann-Kathrin Terfurth (l.) und ihre Freundin Catharina Boland haben 173 Unterschriften von Hamminkelner Jugendlichen gesammelt. Foto: RPO

Zurück in Mehrhoog sprach Ann-Kathrin Terfurth mit Freunden und der Gleichstellungsbeauftragten Rita Nehling-Krüger über die Idee. "Sie war sofort angetan und hat mir geraten, einen Antrag bei der Stadt zu stellen." Dieser liegt nun den Politikern vor. "Darin haben wir schon einige Projekte formuliert, die der Jugendbeirat künftig in die Wege leiten und umsetzen könnte", berichtet die 17-Jährige, die sich bisher weder politisch, noch kirchlich engagiert hat. "Das ist mein erstes größeres Projekt", sagt Terfurth.

Jobbörse und Rock-Festival

Zusammen mit Catharina Boland möchte die Oberstufenschülerin des Gymnasiums Aspel in Rees unter anderem einem Jobbörse auf die Beine stellen. "Haupt- und Realschule in Hamminkeln bieten so etwas bereits intern an", sagt Ann-Kathrin Terfurth. "Unser Ziel ist eine zentrale Jobbörse an einem städtischen Ort, zu der alle Jugendlichen freiwillig kommen können." Auch musikalisch soll sich in Hamminkeln etwas für die Jugend tun. "Etwas ähnliches wie das Esel-Rock-Festival in Wesel in Kooperation mit den Schülervertretungen", sagt die 17-Jährige aus Mehrhoog.

Zudem streben die beiden jungen Frauen eine Zusammenarbeit mit dem Bürgerbus-Team an. "Als Jugendlicher kommt man freitags- oder samstagsabends schlecht von Mehrhoog aus nach Brünen. Vielleicht wäre eine Nachtlinie eine Lösung", hofft Terfurth.

Ihre Ideen und Projekte hat die 17-Jährige bereits den Mitgliedern der Jungen Union Hamminkeln vorgestellt. "Daraufhin wurden wir zu einer CDU-Fraktionssitzung im September eingeladen." Die beiden Schülerinnen hoffen nun, die Hamminkelner Politik vom Jugendbeirat begeistern zu können.

Quelle: RP

 
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