Wesel: Kampfmittelräumdienst im Dauereinsatz
zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Wesel (RPO). Wer in den letzten Tagen auf der B 58 zwischen Büderich und Alpen unterwegs war, dem sind sicherlich die gefällten Straßenbäume rund um einen verlassenen, dreigeschossigen Altbau im Bereich Salzbergwerk Borth (Straße Niederwallach) aufgefallen. Sichtbare Zeichen dafür, dass dort mit dem Bau der Büdericher Umgehung begonnen wird. "Auch wenn die Bauarbeiten hier erst im Herbst starten, müssen wir wegen des Vogelschutzes bis Ende des Monats mit den Baumfällarbeiten fertig sein", erklärt Hans Löckmann, Projektleiter beim Landesbetrieb Straßen NRW. Bis der Backsteinbau abgerissen ist und Platz macht für die neue Fahrbahn Richtung Ginderich, ist es ebenfalls Herbst.
Überall im Bereich Meerfeld ragen Holzpflöcke aus dem frostigen Boden, die den künftigen Verlauf der Umgehungsstraße zeigen. Mitarbeiter eines Bremer Kampfmittelräumdienstes suchen nach Munition aus dem Zweiten Weltkrieg. Parallel dazu durchkämmen Archäologen das Gebiet und forschen nach interessanten Hinterlassenschaften und Bodendenkmälern von historischem Wert. Im April soll übrigens mit dem Bau von drei Brücken und zwei kleineren Durchlässen begonnen werden. Übrigens: Auch entlang der L 460 (Xantener Straße) sind wegen der Umgehung Bäume gefällt und Sträucher gerodet.
Eröffnung: Mitte 2012
Läuft alles nach Plan, wird die B 58 n (n steht für neu) Mitte 2012 dem Verkehr übergeben. Die vier Kilometer lange Ortsumgehung soll 18 Millionen Euro kosten und wird ausschließlich mit Bundesmitteln finanziert.
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