Kreis Wesel: Kies: Spielraum für Kommunen wächst
zuletzt aktualisiert: 09.05.2008Kreis Wesel (RPO). Bei der Sitzung der SPD-Fraktion im Regionalrat im Weseler Preußen-Museum stellte die Hamminkelner Regionalrätin Gunhild Sartingen in Sachen Abgrabungen „eine wohltuende Rückkehr zur Sachlichkeit“ fest. Bezirksplaner Klaus Lueb und Kies-Referent Hauke Saet von der Bezirksregierung boten Informationen aus erster Hand. Es sei höchste Eisenbahn, das schwierige Geschäft der Kiesausweisungen zu beenden, so Regionalrat Klaus Bechstein. Die 51. Änderung des Gebietsentwicklungsplans (GEP) müsse im September rechtskräftig sein. Dafür sei die sachliche Basis nun klar.
Bislich behält Abstand
Das heißt unter anderem, die 300-Meter-Abstandszone zu Siedlungsgebieten liegt wohl fest. Gut ist das etwa für den Weseler Ortsteil Bislich, wo Abgrabungen die Auslagerung des dörflichen Sportplatzes gefährden. Zweitens gilt die Bedingung, 30 Jahre Planungssicherheit für Auskieser zu schaffen. Ausgewiesene Flächen im Regierungsbezirk reichen für 22,5 Jahre – basierend auf 121 Hektar Verbrauch jährlich. 1207 Hektar sind nun noch auszuweisen, was im Gegenzug Möglichkeiten eröffnet. Denn in der bisherigen Sondierungskarte sind 468 Hektar zu viel Kiesareale ausgewiesen, die können nun gestrichen werden. Wo, so die SPD, dafür gebe es nun ausreichend Anhörungszeit für die Kommunen.
Rheinberg und Hünxe wollen entlastet werden, in Alpen-Bönnighardt ist die Abwehr klar. Bei Kommunen im Kreis Kleve sieht Sartingen wechselnde Anforderungen, die man nicht alle werden erfüllen können. Weeze und Kevelaer etwa wollten ausdrücklich Auskiesungen.
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