Hamminkeln: Kindgerechter Gartentraum
VON LAURA KERKENPASS - zuletzt aktualisiert: 23.10.2008Hamminkeln (RPO). Nach gut einem Jahr ist der neue Garten der Grundschule in Mehrhoog fertig geworden. Die Plan dazu hat Marion Nasskau gemacht, Schwester von Rektorin Ellen Poppke. Viele haben geholfen. Morgen steigt das große Gartenfest.
In der Grundschule Mehrhoog dreht sich seit gut einem Jahr fast alles um den neuen Garten. „Der alte Garten war zu unübersichtlich und machte viel zu viel Arbeit für die Garten AG, die einmal pro Woche eine Schulstunde Zeit dafür hat“, erklärt Lehrerin Gabi Fuchs, die das Projekt „Neuer Garten“ in die Praxis umgesetzt hat.
Schulleiterin Ellen Poppke freut sich, dass die Gelsenwasser AG das Projekt finanziell unterstützt hat. Dennoch war eine ganze Menge zu tun. So schufteten zahlreiche Eltern mit Lehrern und Kindern am Wochenende im alten Garten. „Am 10. Juni 2007 haben wir uns zum ersten Mal getroffen. Seitdem waren regelmäßig Freiwillige am Wochenende hier“, lobt Gabi Fuchs den enormen Einsatz.
Runder Geburtstag
Die Gemeinschaftsgrundschule Mehrhoog besteht seit 1968. Also feiert sie in diesem Jahr auch ihr 40- jähriges Bestehen.
Die aktuell 208 Kinder in neun Klassen werden von 11 Lehrern und einer Lehreranwärterin unterrichtet. Rektorin ist Ellen Poppke. Zum neuen Schuljahr soll’s eine neue Chefin geben.
Es gab viel zu tun. Der alte Bewuchs musste gerodet, Boden abgetragen und eine gerade Fläche geschaffen werden. Den Plan für den neuen Garten lieferte Marion Nasskau. Die Schwester der Rektorin ist gelernte Gartendesignerin. „Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie man einen Garten pflegeleicht und interessant für Kinder anlegen kann“, erklärt die Gartendesignerin, die früher selbst mal Lehrerin an einer Grundschule war.
Und es ist gut geworden
Das Werk ist vortrefflich gelungen. Der Garten ist bisher noch ein wenig karg, doch an Ideen fürs Frühjahr mangelt es nicht. Im vorderen Bereich ist der Boden mit Rindenmulch ausgelegt, damit kein Unkraut durchwachsen kann. An einer Seite ist eine große Halbblume mit Holzkästen auf Kinderhöhe angelegt. In den Holzkästen werden die Schüler Kräuter, Blumen und Gemüse anpflanzen. „So müssen die Lehrer keine Angst haben, dass die Kinder nach der Gartenarbeit erst mal in die Wanne müssen. Sie können im Stehen arbeiten und müssen nicht im Matsch sitzen“, erklärt Marion Nasskau.
Dahinter ist der alte Baumbestand erhalten. Darunter ist eine Wiese. „Hier unterrichten wir im Sommer an der frischen Luft. Durch die Bäume sind die Kinder vor der Sonne geschützt“, so Ellen Poppke, die sich hier auch Theater vorstellen kann. Im hinteren Bereich ist eine Teichanlage. „Hier wird noch ein Insektenhotel angelegt“, so Gabi Fuchs. Gemeint ist eine Brutstätte für Insekten. Später wird eine „wilde Ecke“, eine Felslandschaft und eine „Meditationsecke“ angelegt. Morgen von 15 bis 17 Uhr wird der neue Garten offiziell eröffnet. Kinder und Eltern sind eingeladen. Die Kinder haben Kürbisfiguren gebastelt sowie Vogelscheuchen und Windspiele. Damit wird der Garten geschmückt. Die zweiten Schuljahre spielen Theater. Im Zelt werden Märchen vorgelesen, und es gibt Stockbrot.
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