Kreis Wesel: Kreisdirektor: SPD sieht „abgekartetes Spiel“
zuletzt aktualisiert: 09.09.2006Kreis Wesel (RPO). „Dadurch, dass wir nichts gesagt haben, haben wir für de SPD die Entscheidung offen gehalten“, sagte Hubert Kück, als er gestern das Votum der Grünen für Ralf Berensmeier als Kreisdirektor bekannt gab (Seite B 1). „Er ist gut. Wir freuen uns auf ihn und wehren uns gegen die Aussage, es sei kein Geeigneter dabei gewesen. Wir haben nicht aufs Parteibuch geguckt. Ich weiß nicht einmal, ob von der SPD einer dabei war.“
Ganz anders ging gestern indes die SPD an die Öffentlichkeit. Vorsitzender Hellmut Fischer kritisierte die Vorgehensweise der CDU, die sich zeitig für ihren Parteifreund Berensmeier ausgesprochen hatte, als „nicht hinnehmbar“. Ein anderer, eventuell ebenfalls geeigneter Kandidat habe sich dann zurückgezogen. Auch die öffentliche Ausein-andersetzung über die Kandidatur des Xantener Bürgermeisters Christian Strunk (CDU) samt dessen Rückzieher, so Fischer weiter, verdeutliche „vorherige Absprache“ zur Bewerbung. Nur Druck der Xantener CDU, die mit Strunks Kandidatur nicht einverstanden gewesen sei, habe „das abgekartete Spiel verhindert“. Die Kreis-SPD fordert eine neue Ausschreibung der Kreisdirektor-Stelle.
Allerdings verfügen CDU und Grüne mit 34 Sitzen über die Mehrheit. Und die VWG wollen laut Martin Kuster, „wenn es keinen Gegenkandidaten gibt“, ebenfalls für Berensmeier wählen. Dr. Michael Terwiesche sagte, die FDP könne sich noch nicht zwischen Berensmeier und einem anderen entscheiden.
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