Wesel: Krüger wehrt sich Ketteler: A3-Variante wäre noch schlimmer
zuletzt aktualisiert: 26.03.2009Wesel (RPO). Bundestagsabgeordneter Dr. Ulrich Krüger (SPD) wehrt sich gegen Kritik des Bahnvertreters im Betuwe-Beirat, Norbert Janiak. der ihm Voreiligkeit vorgeworfen hatte (RP berichtete). Krüger findet es erstaunlich, wenn dieser das selbst erzielte und vorgestellte Sachergebnis für mehr Lärmschutz in Frage stelle, und kritisiert mangelndes Demokratieverständnis. Als direkt gewählter Abgeordneter habe er nicht vor, Äußerungen – ob positiv oder negativ – mit der Bahn AG abzustimmen.
niederrhein (hg/zel) Betuwe paradox. Während sich Anwohner immer stärker gegen ein drittes Gleis durch die Städte wehren und eine neue Linie entlang der A 3 fordern, gibt es Zugeständnisse der Bahn beim Lärmschutz. Wie berichtet, ist sie bereit, auf Teilen der Strecke eine Technik einzubauen, die Lärm um bis zu sechs dBA (Schalldruckpegel) mindert. Das ist das Ergebnis von Verhandlungen im Projektbeirat bei der Bahn in Frankfurt, in dem auch der Reeser Bürgermeister Dr. Bruno Ketteler sitzt. Er ist Sprecher des interkommunalen Arbeitskreises. Ketteler: "Die Zugeständnisse sind das wichtige Ergebnis. Die Forderungen nach einem Gleis an der A 3 ist verständlich, aber schon vor neun Jahren als die schlechtere Variante bewertet worden." Deren Gefahr, so Ketteler: "Wir haben zwei Gleise, die durch die Städte führen. Die würden bis an die Grenze belastet, ehe es zum Bau des dritten Gleises käme. Und weil die alten Gleise keine Neubauten sind, müsste die Bahn überhaupt keinen Lärmschutz bauen. Das wäre für Anwohner noch schlimmer. Und an Bahnübergängen würde auch nichts getan." Bereits jetzt seien die Arbeiten für ein elektronisches Stellwerk in Emmerich im Gange, um die Kapazität der Altstrecke zu steigern. Für Planung und Bau des dritten Gleises gibt die EU 38 Millionen Euro.
Seitenwechsel: "Diffamierung"
Ketteler spricht fast von "Diffamierung". Auf Betuwe-Veranstaltungen, so auch in Wesel, wird kolportiert, dass jemand aus dem Arbeitskreis Betuwe kurz davor sei, die Seite zu wechseln und einen Job bei der Bahn anzunehmen. Das beziehen viele auf den Reeser Bürgermeister, der bekanntlich nicht mehr antritt. "Das ist vollkommener Unsinn", so Ketteler gestern, es habe keinerlei Gespräche mit der Bahn gegeben. Seine berufliche Zukunft sei weiterhin völlig offen
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