Wesel: Lebendiger Markt im Nikolaus-Stift
zuletzt aktualisiert: 03.10.2007Wesel (RPO). Im herbstlichen Gewand präsentierte sich gestern der Nikolaus-Stift Wesel. Der traditionelle Bauernmarkt lud mit bunten Verkaufsständen Bewohner und Besucher zum Stöbern und Kaufen ein. Auftakt bildete ein Erntedankgottesdienst in der Kapelle des Heimes, anschließend wurde der Markt von der Obrighovener Erntekönigin,Ursula Volks, eröffnet.
Die „aktive“ Gestaltung übernahmen einige Vereine wie die Harmonikafreunde aus Rhede und die „Silver-Stones“ mit unterhaltsamer Musik. Ein Korbmacher gab Einblicke in die Kunst der Flechterei und die Trachtengruppe Dingden, bei den Senioren besonders beliebt, führte Tänze auf. Auch der Weseler Geflügelzucht-Verein und der Kaninchenzucht-Verein Bislich waren mit der von der Partie. Hier konnten einige mitgebrachte Exemplare begutachtet und gestreichelt werden.
Bewohner blühen auf
Den Bewohnern sollte Abwechslung geboten werden. Dies sei das Hauptziel des Marktes, so Seniorenbetreuerin Iris Jens. Das Leben im Altenheim solle für Gäste und Außenwelt transparenter gemacht werden und dazu führen, die alten Menschen vorübergehend aus dem Alltag herauszuholen. Sie würden bei Aktionen wie dieser sichtlich aufblühen.
Darin waren sich auch die Standbesitzer einig. Sie eröffnen zumeist seit dem Beginn des Marktes vor elf Jahren regelmäßig ihre Stände mit Wein, bunten Stickereien oder einer vielfältigen Auswahl an Lebensmitteln. Einige, wie Rita Seehafer, die an ihrem Stand selbstgemachten Honig und Wachskerzen verkaufte, kommen auch zu anderen Veranstaltungen wie dem alljährlichen Adventsmarkt gerne in den Stift. Die Freude der Senioren stehe klar im Vordergrund und sei ein Anreiz, immer wiederzukommen.
Anna Müthing am Stand des Deutschen Roten Kreuzes, hat selbst Bekannte, die im Heim leben. Auch ihr ist die Zielsetzung der Aktion sehr bewusst. Zudem sammelte sie für die Jugendarbeit des DRK Ortsvereines Wesel und freute sich über die wachsende Zahl der Spenden. Denn sowohl Bewohner als auch Besucher und Verwandte erwiesen sich als gleichermaßen kaufkräftige Kunden, so der allgemeine Tenor.
Auch an die Bewohner, die ihre Zimmer nicht verlassen konnten, wurde gedacht. Erntekönigin Volks besuchte sie auf den einzelnen Stationen.
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