Wesel: Literatur an ungewohnten Orten
VON GERD HEIMING - zuletzt aktualisiert: 26.08.2008Wesel (RPO). „Wesel liest“ wieder: Die Aktion zur Lese-Förderung findet vom 15. bis 20. September statt. 45 Vorleser präsentieren Texte dort, wo Literatur normalerweise nicht vorkommt: Rheinbrücke, Hospital, Kaufhaus. Insgesamt sind 61 Veranstaltungen an 53 Plätzen geplant.
In „Simplon“ erzählt Wolfgang Mock von der Geschichte des Simplon-Tunnels in der Schweiz. Schauplatz einer Lesung aus diesem Buch ist ein Bau, der in Wesel für Aufsehen sorgt: die neue Rheinbrücke. Hans Löckmann, Leiter des Jahrhundert-Projekts, liest auf der Vorlandbrücke in einem Gang unterhalb der Fahrbahn aus Mocks Werk. Es gibt zwei Termine: am Montag und Dienstag, 15. und 16. September, jeweils ab 15.30 Uhr.
Literatur an ungewöhnlichen Orten, um das Lesen zu fördern – dies ist das Konzept der Reihe „Wesel liest“, die zum vierten Mal über die Bühne geht. Vom 15. bis 20. September stehen 61 Veranstaltungen an 53 Plätzen auf dem Programm. Der Eintritt ist bis auf zwei Ausnahmen frei, eine Karte muss man sich aber auf jeden Fall besorgen. Tickets gibt es in Einzelfällen auch für interne Veranstaltungen in Schulen und Kindergärten (siehe Info).
Werbewirksam
„Wesel liest“ ist ein Erfolgsmodell: 2005 wurden 570 Teilnehmer gezählt, im Vorjahr 2800. Die Stadtbücherei will mit der Aktion (auch) neue Leser gewinnen.
Ein Faltblatt mit Veranstaltungs-Übersicht liegt öffentlich aus.
Karten Tel. 0281 203-2355
Mehrere Premieren
Erstmals beteiligt sich das Fernmelde-Bataillon 284 der Schill-Kaserne. Auf deren Gelände findet am 15. September die Auftaktveranstaltung statt. Dann wird Oberstleutnant Bernd Homuth für Kinder des Katholischen Kindergartens St. Johannes Bislich lesen. Damit verbunden ist eine Besichtigung der Greifvogel-Aufzuchtstation.
Eine weitere Premiere findet am Mittwoch, 17. September, ab 16 Uhr im Kaufhof statt. Dort tragen 25 Oberstufenschüler des Andreas-Vesalius-Gymnasiums Texte vor. Ein neuer Schauplatz ist auch der Weltladen Esperanza (Windstege). Jürgen Knorr (Bürgerfunk) stellt dort „Roter April“ von Santiago Roncagliolo vor (19. September, 16 Uhr). Erstmals dabei ist das Autohaus Cramer-Schmitz. Das Thema dort am 16. September, 19 Uhr, sind Segelabenteuer. Gottfried Brandenburg (Stadt) macht den „Quertreiber“ zum literarischen Schauplatz. Er rezitiert an der Lippefähre Gedichte aus dem großen Eugen-Roth-Buch (18. September, 15 Uhr). Zu den ungewöhnlichen Orten zählen Aufwach- und Abschiedsraum sowie die Kapelle des Marien-Hospitals. Dort lesen zum Abschluss der Reihe am 20. September (21, 22 und 23 Uhr) KDG-Leiter Dr. Heinzgerd Schott, Schriftsteller Willi Fährmann (Xanten) und Veronika Kessel, Vorlese-Patin des Hospitals. Es kommen weitere Autoren zu Wort: Ute Heymann, gen. Hagedorn, Erwin Kohl, Theo Stemmler und Thomas Hesse, Leiter der RP-Redaktion Wesel, lesen aus eigenen Werken. 45 Vorlese-Paten unterstützen die Aktion ebenso wie z. B. Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, Amtsgerichts-Direktorin Renate Nabbefeld-Kaiser, Ludwig Maritzen (Hansegilde) und Bruder Gereon Henkhues (Engelkirche). „Wesel liest“ ist Teil der Aktion „Ab in die Mitte“ mit dem Schwerpunkt 60 Jahre Wiederaufbau Wesels. Dazu werden am 19. September (10 Uhr) in der Brüner-Tor-Schule Stationen mit Dokumenten präsentiert. Eltern lesen vor, außerdem ist der Filmbeitrag „Die Nachkriegs-Maus“ zu sehen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




