Wesel: Lust auf Lehre geweckt
VON ISABELL HÜLSER - zuletzt aktualisiert: 02.10.2009Wesel (RPO). Gesamtschule Am Lauerhaas war auch beim 21. Ausbildungsmarkt ein Mekka für über 800 Schüler. Knapp 80 Firmen, Schulen, Universitäten und Verbände – darunter die RP – zeigten zahlreiche Möglichkeiten auf.
In jungen Jahren liegt der Berufswunsch oft klar auf der Hand: Polizist, Feuerwehrmann oder Tierarzthelferin. Doch je älter man wird, um so schwieriger wird die Suche nach der richtigen Ausbildung. Bei der Fülle an Möglichkeiten ist es natürlich auch nicht leicht, den Überblick zu bewahren. Seit 21 Jahren versucht die Gesamtschule am Lauerhaas mit ihrem großen Ausbildungsmarkt, Schülern ab Klasse acht Orientierung und Anregungen zu geben.
Knapp 80 Hochschulen aus ganz Deutschland und den Niederlanden, Institutionen, Berufskollegs und Firmen aus der Region – darunter auch die RP mit einem eigenen Infostand – stellten sich gestern rund 800 Schülern aus der Region vor. Das Angebot reichte von der Altenpflege bis hin zum Zolldienst.
Interessante Vorträge
Zusätzlich zu dem Informationsangebot an den Ständen konnten die Schüler aus 17 Vorträgen wählen, die ihnen Einblicke in konkrete Berufe gaben.
Die Themen waren bunt gemischt: Von Vorträgen der RP, der Polizei, der Sparkasse über die genauere Vorstellung einiger Universitäten bis hin zur Arbeit in der Finanzverwaltung war alles dabei.
"Stärken und Schwächen kennen"
"Es ist sinnvoll, sich auch mal die Berufe anzusehen, die nicht unbedingt von allen gemacht werden wollen. Manch' einer findet in diesen Bereichen das Passende", sagte Landrat Dr. Ansgar Müller bei der Eröffnung. "Man sollte seine Stärken und Schwächen genau kennen, um sich richtig zu entscheiden. Die Berufswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben", meinte auch Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, die bei das Engagement der Schulleitung und des Organisatorenteams lobte.
Die Besucher des Marktes konnten sich über ein buntes Angebot der Aussteller freuen, die oftmals versuchten, mit kreativen Ideen auf sich aufmerksam zu machen. So hatte zum Beispiel die Volksbank Rhein-Lippe einen Audioguide in Form von MP3-Playern vorbereitet, auf den sich Interessierte die wichtigsten Infos und Voraussetzungen für den Beruf des Bankkaufmanns anhören konnten. "Fast wie im Museum", meinte der Auszubildende Peter Koslowsky.
Wer sich für den Beruf des Maurers interessierte, fand bei den Azubis Kevin Kans und Jana Wohlgemuth die passenden Infos. Den beiden konnte man sogar beim Bau einer Mauer über die Schulter schauen. Dachdeckerlehrling Tim Grefer schlug Naturschiefer in Herzform, weshalb es um ihn herum vor allem von Mädels wimmelte.
Nebenan in der Turnhalle frisierten am Stand des Internationalen Bundes die beiden Lehrlinge Nurcan Özel und Zine Toprak (beide 20) einige Freiwillige. Faisa Al-Mami (16) ließ sich die Haare glätten. An dem Beruf ist sie allerdings nicht interessiert. "Früher wollte ich Frisörin werden, jetzt Krankenschwester. Ich habe auch schon ein Praktikum gemacht und mich beworben", sagt sie. Am Stand der Telekom konnte der Ernstfall in Form eines Einstellungstests geprobt werden.
Wer sich anstatt für eine Ausbildung eher für ein Studium interessiert, auch der wurde beim Ausbildungsmarkt fündig. In der Mensa stellten sich zahlreiche Unis und Hochschulen mit vielen verschiedenen Studienrichtungen vor.
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