Wesel: Majestätisch schöne Spielfilme
VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 03.10.2007Wesel (RPO). RP und Verbands-Sparkasse präsentieren 5. Weseler Filmfestival: Im Dudel-Kinocenter läuft in den nächsten drei Wochen täglich ein anderer Top-Streifen. Los geht’s morgen mit bitterböser Komödie
Darauf haben anspruchsvolle Cineasten in der Region sehnsüchtig gewartet: 20 von der Kritik zum Teil hoch gelobte Streifen, die oft nur in den Kinos der Metropolen gezeigt werden, sind ab morgen im Rahmen des 5. Weseler Filmfestivals zu sehen. Präsentiert wird das dreiwöchige Spektakel von der Rheinischen Post und der Verbands-Sparkasse.
Zu den absoluten Höhepunkten dürften zweifelsohne das mit einem Oscar prämierte deutsche Drama „Das Leben der Anderen“, der Historienfilm „Die Queen“ mit Oscar-Preisträgerin Helen Mirren als Elisabeth II. und Clint Eastwoods Kriegsdrama „Letters from Iwo Jima“ gehören. Das etwas jüngere Kinopublikum darf sich auf den mit exzellenten Songs gespickten Musicalfilm „Dreamgirls“, auf die Ostalgiekomödie „NVA“ und die Naturdoku „Der weiße Planet“ freuen. Dass das Filmfestival erneut ein Publikumserfolg wird, daran hat Jens Chris Kamysek, Leiter der Comet-Kinos in Wesel, keinen Zweifel. „Von Jahr zu Jahr steigt das Interesse. Viele Besucher unseres Donnerstag-Programmkinos haben schon nach einer Fortsetzung des Festivals gefragt.“ Die Tatsache, dass täglich ein anderer Top-Film gezeigt würde, übe offensichtlich einen ganz besonderen Reiz auf viele Kinofans aus.
Zwei Welten, eine Reise
Parallel zum Kinofestival läuft natürlich donnerstags das Programmkino weiter. Morgen ist im Nichtrauchersaal des Comet-Kinocenters 15, 17.30 und 20 Uhr das indische Familiendrama „The Namesake – Zwei Welten, eine Reise“ zu sehen. Gegen Vorlage des bekannten Coupons oder der Sparkassen-Karte kostet der Eintritt statt sechs nur vier Euro.
Start mit „Wahrheit über Hitler“
Das Filmfestival mit Eintrittspreisen von sechs Euro (mit RP-Coupon oder Sparkassen-Card wird’s um die Hälfte preiswerter) startet morgen mit der Komödie „Mein Führer – Die wirkliche Wahrheit über Adolf Hitler“. In der Tradition von Ernst Lubitsch („Sein oder Nichtsein“) und Charlie Chaplin („Der große Diktator“) liefert Regisseur Dani Levy nach seinen Hit „Alles auf Zucker!“ die komisch-subversive Antwort auf „Der Untergang“. Inhalt: Es steht schlecht um das Dritte Reich im Dezember 1944. Die Alliierten rücken vor, der Krieg droht total verloren zu gehen. Da weiß Propagandaminister Joseph Goebbels (Sylvester Groth) die Antwort: Hitler (Comedy-Urgestein Helge Schneider) muss am Neujahrstag eine mitreißende Rede halten, um die Massen nochmals zu begeistern. Dumm nur, dass der deprimierte Führer nicht mehr an die Öffentlichkeit treten will. Kurzentschlossen wird der Jude Adolf Grünbaum (Ulrich Mühe), Hitlers ehemaliger Schauspiellehrer, aus dem Konzentrationslager geholt, um den widerspenstigen „Gröfaz“ binnen fünf Tagen in Höchstform zu bringen.
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