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Wesel: Miese Tricks der Telefonwerber

VON KLAUS NIKOLEI - zuletzt aktualisiert: 12.03.2009

Wesel (RPO). Die Zahl der Glücksspielanbieter, die vor allem gutgläubige Senioren mit Werbeanrufen drangsalieren, steigt. Verbraucherzentrale berichtet vom Fall einer 70-Jährigen, der 12 000 Euro vom Konto abgebucht wurden.

Info

Neuer Kommandeur

Erstmals vorgestellt wurde Oberstleutnant Guido Koberg.

Er wird am 1. April um 15 Uhr in der Schill-Kaserne Bernd Breulich als Kommandeur des Fernmeldebataillons ablösen, der ins Verteidigungsministerium wechselt.

Viele der heutigen Senioren haben ihre Kindern einst ermahnt, "nicht mit Fremden mitzugehen oder mit ihnen zu sprechen." Eine guter Rat, an den sich die Großelterngeneration selbst offensichtlich immer seltener hält. Denn es sind vor allem ältere Menschen, die sich aus Gutgläubigkeit und Höflichkeit in Gespräche mit dreisten Call-Centermitarbeitern verwickeln lassen, die ihnen am Telefon sagenhafte Lottogewinne oder traumhafte Reisen. Und immer öfter, so die Erfahrung der Verbraucherzentrale in Wesel, entdecken fassungslose Senioren bei der Kontrolle ihrer Kontoauszüge, dass ihnen unmittelbar nach den Gesprächen kleinere oder größere Geldbeträge abgebucht wurden.

Der Tochter anvertraut

Die Verbraucherschützerinnen Ursula Möllmann und Andrea Jonda berichten von einem besonders extrem Fall. Seit Mitte 2008 war eine 70-jährige Frau nach vielen unerwünschten Werbeanrufen ("Sie wollen doch sicher sparen oder eine Reise gewinnen") mit Verträgen von mehr las 40 Glücksspiel- und Reiseveranstaltern regelrecht bombardiert worden. Folge: Innerhalb weniger Monate wurden von ihrem Konten 12 000 Euro abgebucht. Erst als sie sich ihrer 40-jährigen Tochter anvertraute und diese den Fall der Verbraucherzentrale schilderte, war der Spuk zu Ende. "Wir haben dafür gesorgt, dass alle Verträge gekündigt wurden. Die Frau hatte die Schreiben der Firmen als Werbung angesehen, nicht aufmerksam gelesen und deshalb nicht von ihrem zweiwöchigen Widerspruchsrecht Gebrauch gemacht", erklärt Jonda.

Sie und Kollegin Möllmann wissen zwar, dass man Anrufe zu Werbezwecken nicht verhindern kann, haben aber jede Menge guter Tipps parat, um sich wirksam und dauerhaft vor Telefonwerbern zu schützen. "Entweder legt man sofort auf oder man meldet sich bei uns. Mit Hilfe von Angaben der Betroffenen können wir gegen die Firmen wettbewerbsrechtlich vorgehen." Eine Checkliste mit Fragen, die Callcenter-Mitarbeiter oft verwirren ("Mit wem spreche ich? Für welche Firma arbeiten sie?") ist Teil der Infobroschüre "Kein Abschluss unter dieser Nummer". Die gibt's in der Beratungsstelle am Kaiserring 4, Telefon 0281 25607.

Quelle: RP

 
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