Wesel: Mit der RP auf die Baustelle
VON FRITZ SCHUBERT - zuletzt aktualisiert: 09.09.2006Wesel (RPO). Hunderte von Menschen haben sich bereits die Arbeiten an der neuen Weseler Rheinbrücke an Ort und Stelle angesehen. RP-Leser haben jetzt die Chance, Karten für eine Sonderführung des Landesbetriebs zu gewinnen.
„Mit allem, was wir jetzt tun, kommen wir sichtbar aus der Erde raus“, erklärt Diplom-Ingenieur Hans Löckmann von der Projektgruppe des Landesbetriebs Straßen NRW und verspricht glücklichen Gewinnern der RP-Verlosung einen spannenden Nachmittag. Die Rheinische Post verlost zehn mal zwei Plätze bei einer Exklusiv-Führung über die linksrheinische Baustelle der neuen Weseler Rheinbrücke. Gewinnen kann, wer den Coupon auf dieser Seite ausschneidet, ausfüllt und an die Weseler Lokalredaktion schickt. Einsendeschluss ist Mittwoch, 13. September. Die Gewinner werden benachrichtigt. Die Führung findet dann am Dienstag, 19. September, ab 15.30 Uhr statt. Weil die Gruppe vergleichsweise klein ist, wird es ausreichend Gelegenheit geben, die Fachleute nach Details zu befragen.
„Stahlbau schweißt ersten Schuss“
Im Baubüro mit Besucherzentrum des Landesbetrieb Straße NRW (von Wesel über die alte Brücke kommend gleich hinter Fort Blücher rechts) erwartet die Gewinner zunächst eine kleine Einführung. Hans Löckmann erklärt Prinzip und Form der Brücke sowie den Zeitrahmen des überregional bedeutsamen Jahrhundert-Projektes.
Dann geht es hinaus auf die Baustelle, wo die so genannte Taktschiebestation so gut wie fertig ist. Von der gewaltigen Anlage aus wird bald die eigentliche Brückenfahrbahn – „wie aus der Tube“ – Stück für Stück wachsen. Hans Löckmann rechnet damit, dass das erste Teil Mitte Oktober auf die Reise geht: „Der Stahlbau schweißt am ersten Schuss.“
Während gestern auf der rechten Rheinseite der Startschuss für die Gründungsarbeiten fiel, so sind diese auf der linken bereits abgeschlossen. Gut 130 Pfähle stecken hier bis zu 28 Meter tief in der Erde. Allein 1800 Kubikmeter Beton – das entspricht 1,8 Millionen Tüten Milch – bilden die Fundamentplatte für den mächtigen Pylon am Büdericher Ufer. Erste Schaltafeln für den Bau des später seiltragenden Pfeilers sind gesetzt.
Die Führung wird etwa eineinhalb Stunden dauern, sagt Löckmann, der mit seinen Kollegen schon rund 500 Besucher über Wesels wichtigstes Projekt geleitet hat. Allein 250 hatten sich beim ersten Tag der offenen Baustelle eingefunden (RP berichtete). Und je weiter das Projekt voranschreitet, um so größer wird das Interesse auch in Fachkreisen. Ingenieure werden sich in Wesel ebenso umschauen wie Studenten. Wie berichtet, sind oft auch Praktikanten anzutreffen, im Oktober kommt zum Beispiel wieder eine Gymnasiastin aus Wesel ins Team.
Das Abenteuer Brückenbau ist für viele Menschen spannend, wie Zaungäste regelmäßig beweisen. 20 RP-Leser bekommen am 19. September hautnah am Geschehen besondere Einblicke und die jüngsten Informationen aus erster Hand.
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