Wesel: Mr. Tagesschau ist daheim
zuletzt aktualisiert: 21.02.2009Wesel (RPO). Jeder kennt die ernste und ruhige Miene von Nachrichtensprecher Jan Hofer, wenn er live in der Tagesschau über Katastrophen und Unglücke berichtet. Hofer ist ein Nachrichtenprofi, das ist sein tägliches Geschäft.
Nun verlässt der 57-Jährige das TV-Studio, um sich ganz der Narretei hinzugeben. Mr. Tagesschau besucht die Weseler Eselorden-Verleihung. "Ich reise am Abend vorher an und übernachte bei meiner Mutter", verrät der gebürtige Büdericher.
"Das ist bereits meine zweite Eselorden-Verleihung, und ich freue mich sehr darauf", sagt Hofer, der 1996 Ordensträger war. Diesmal erhält Fernsehkollege Fritz Pleitgen den Esel aus Wesel. "Wir kennen uns seit vielen Jahren und ich finde es gut, dass er diese Auszeichnung erhält."
Eng mit Karneval verbunden
Närrische Ehrungen
Dr. Ludger Stratmann (60), arbeitete lange Jahre als Allgemeinmediziner in Bottrop. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter auch etliche Karnevalsorden, wie 2002 die "Spitze Feder" in Mülheim und das "Närrische Steckenpferd" in Krefeld.
So oft es geht besucht der Tagesschau-Chefsprecher seine Heimatstadt Wesel. "Meine Mutter und meine Brüder leben dort. Wenn ich in der Nähe bin, fahre ich hin." Auch mit dem rheinischen Karneval ist Jan Hofer eng verbunden. "Mein Vater stammt aus Mönchengladbach. Wann immer es möglich war, habe ich dort den Umzug am Veilchendienstag besucht." Nach der Eselorden-Verleihung wird der 57-Jährige am Rosenmontag Kamelle von einem Festwagen in Düsseldorf werfen. "Ich bin Gast der Prinzengarde und werde einen roten Umhang tragen", sagt Hofer, der die Eselorden-Verleihung unverkleidet verfolgen wird. "Ich finde die rheinische Fröhlichkeit klasse. Die Menschen sind ausgelassen, haben Spaß und entfliehen so dem Alltag." Der Nachrichtenprofi lebt und arbeitet in Hamburg.
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